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- Der Weg zum zweiten Titel - Ein Saisonrückblick
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Deutsche Meisterschaften Dreibahnen: OPR-Quintett holt den nächsten Meistertitel
Vom 13. bis 17.05. fanden auf mittlerweile gewohntem Terrain die Deutschen Meisterschaften im Dreibahnenspiel statt, denn der Austragungsort ist seit vielen Jahren die 20-Bahnen-Halle im Wolfsburger Stadtteil Reislingen. Denn hier findet man - heutzutage einzigartig - von jeder Bahnart mindestens vier Bahnen vor. Da in den vergangenen Jahren teilweise bis in den späten Abend hinein gespielt wurde, entschied der austragende Verband für dieses JAhr erstmalig einen neuen Zeitplan, der das Event auf fünf Tage streckt und somit die einzelnen Tage etwas entzerrt.
Den Anfang machten am Mittwoch die Damen und Herren, die bereits mehr als 60 Lenze zählen. Bei den Herren C (ü70) ging der Titel an Klaus Borsch aus Stendal. Mit der der Goldmedaille der Dahmenserin Rita Kölling gelang auch gleich das erste Edelmetall für die Märker bei den Damen C. Bei den Herren B (ü60) setzte sich Carsten Blume (Hannover) mit starken 876 Holz durch. Bei dem Damen B ging der Titel Nach Mecklenburg-Vorpommern in Person von Ilona Müsch.
Am Donnerstag konnte mit Andrea Schrobback (876 Holz) eine Spandauerin bei den Damen A (ü50) triumphieren. Mit der Konkurrenz der Herren A fand der erste Mannschaftswettbewerb statt. Hier setzte sich das Team aus Hannover klar durch. Das OPR-Team mit den beiden 90ern Bernd Graf und Günther Speer konnte nicht an die Leistungen der Landesmeisterschaften anknüpfen und musste sich mit Platz 15 zufrieden geben.
Am Freitag wurden die Wettbewerbe getauscht. Zunächst siegte Abo-Meister André Franke aus Berlin im Einzel der Herren A mit herausragenden 889 Holz bei der Herren A den hochklassigsten Kampf. Auch Platz 2 und 3 ließen mehr als 880 Kegel fallen. Im Vereinswettbewerb der Damen setzte sich erneut Hannover mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung durch.
Der Samstag stand dann im Zeichen der letzten Einzelentscheidungen. Zunächst ermittelten die u23-Damen und Herren ihre Meister. Die Fehrbellinerin Jasmin Brüssow war am Start, musste aber etwas Lehrgeld zahlen. Das Abenteuer Deutsche Meisterschaften endete für sie mit Platz 17. Es gewann die Warenerin Pauline Richter. Bei den U23-Herren setzte sich etwas überraschend der Berliner Tobias Scheffler durch und verwies den Stavenhagener Favoriten Marvin Skriwanek auf Grund dessen Abschluss-Zwei auf den Silberrang. Bronze ging an Fabian Jaeger aus Werder. Auch ihm fehlten nur 3 Holz zum Titel. Mit Adrian Charchulla folgte ein weiterer Brandenburger auf Rang vier.
Bei den Damen konnte die Brandenburger Landesmeisterin Anke Neumann aus Calau ebenso überzeugen und verpasste auf Platz 5 das Treppchen um schlappe drei Holz. Es gewann Kristina Kiehn aus Hamburg. In der Herrenkonkurrenz standen überraschend zwei 90er. Neben Richard Albrecht, der sich bei der Landesmeisterschaft vor drei Wochen das Ticket sicherte, durfte sich Sebastian Krause einen Tag vorher doch noch über einen Startplatz freuen. Möglich war das durch die Absage des Landesmeisters Christian Schwarz, der leider verletzt passen musste. Und Seppi setzte sich in Durchgang 2 von 6 mit guten 868 Holz an die Spitze. Eine schwache Schlussbahn auf Classic verhinderte ein noch besseres Ergebnis. Nach Durchgang 3 und 4 keimte erste Hoffnung auf, denn bis dato lag Seppi noch immer in Front. In der vorletzten Runde kamen dann die Favoriten André Krause und Steffen Ast sowie unser zweiter 90er Starter Richard. Krause zog mit sensationellen 896 Holz klar an Seppi vorbei, Ast tat sich schwer und Richard war auf Kurs. Doch auf Classic trennte sich die Spreu vom Weizen. Richard blieb knapp hinter Seppi zurück (862), Ast hingegen ließ die schwache Bohle vergessen und kletterte mit 271 Holz auf der schwersten Bahnart Classic noch auf Rang 2 (876). Der letzte Durchgang tat sich geschlossen schwer und es sah lange danach aus, als könne Seppi den Bronzerang halten. Doch abermals war es ein starkes Classic-Spiel des Berliners Dominik Ring, das ihn doch noch an Seppi und Ast vorbei schob (879). Gold und Silber gingen also nach Berlin, für die 90er blieb nur der vierte und siebte Platz übrig.
Mit einer Mischung aus Selbstvertrauen auf Grund der starken Leistung vom Samstag und Wut über die verpassten Chancen gingen die 90er als OPR-Team am Sonntag in den Vereinswettbewerb der Herren. Komplettiert wurde das Quintett durch Dirk Sperling, Jonathan Jaeger und Oliver Angerstein. Seppi wollte gleich vorn den Grundstein für die Medaille legen. Wie am Vortag kam er gut über Bohle und Schere, doch die Classicbahnen stellten ihn erneut vor unlösbare Aufgaben. Die 850 Holz waren am Ende doch etwas enttäuschend. Und so fand sich das Team zunächst im Mittelfeld wieder. Joni hatte ebenfalls so seine Mühe. Auf Bohle konnte er sich dank starker Schlussbahn dennoch auf ein gutes Ergebnis hieven. Auf der dritten Schere stand ein Wechsel im Raum, als er plötzlich zündete und plötzlich die 9 fand. Dank einer Klasse Schlussbahn auf Classic brachte Joni doch noch gute 865 Holz in die Wertung und wir schoben uns nach vorn.
Richard war nach seinem persönlichen Rekord vom Vortag motiviert bis in die Haarspitzen und zeigte eine Leistung auf Topniveau. Vor allem dank seiner 267 Holz auf Classic steigerte er seinen Rekord erneut auf 876 Holz. Und plötzlich lagen wir sogar vorn. 25 Holz vor Hannover und BSKV 2, sogar 33 Holz vor BSKV 1. Doch Berlin 1 hatte noch den Weltmeister André Krause in der Hinterhand. Dirk musste sich also von seiner besten Seite zeígen, was ihm anfangs nur phasenweise gelang. 302 Holz auf Bohle waren nur Mittelmaß und boten Angriffsfläche. Auch auf Schere war mit 303 Holz etwas mehr drin. Als dann die erste Classic-Bahn mit 52 in die Hosen ging, wurde das Publikum langsam nervös, denn der zeitgleich spielende Robert Marten vom BSKV 2 war auf wenige Holz herangerückt. Doch dann drehte Dirk auf. Mit 59, 77 und 73 auf den weiteren Bahnen setzte er sich deutlich von den Verfolgern ab und sicherte zumindest vorerst die Führung. Bronze war also sicher. Die Verfolger aus Hannover und Berlin waren zu diesem Zeitpunkt mit Schere fertig und lagen im Vergleich zurück. Doch auf Classic kann sich das Blatt schnell wenden. Bei Kirchhoff war schnell klar, dass es nicht reichen wird. Und auch bei André Krause lief an diesem Tag nicht alles wie gewohnt und so war bereits vor der letzten Bahn klar - die benötigten zehn 9er wird er nicht spielen. Es wurde dennoch mit 881 Tageshöchstholz, doch der Titel ging wie bereits vor vier Jahren an das OPR-Team.


