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- Deutsche Meisterschaften Dreibahnen: OPR-Quintett holt den nächsten Meistertitel
- Der Weg zum zweiten Titel - Ein Saisonrückblick
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Fehrbelliner Kegler bei den Deutschen Meisterschaften (Bohle) erfolgreich
An den Wochenenden 11.-14.06. und 18.-21.06.2026 fanden mit den Deutschen Meisterschaften auf Bohlebahnen der Saisonabschluss - und gleichzeitig der letzte Saisonhöhepunkt - im "Bürgerhaus Lehe" in Bremerhaven statt. Aus den Reihen der 90er Bohle-Cracks hatten Richard und Seppi im 'Paar Herren' sowie das OPR-Quintett, bestehend aus Richard, Dirk, Joni, Benny und Olli im Wettbewerb 'Verein Herren' den Sprung zu den nationalen Meisterschaften geschafft. Während die OPR-Auswahl als Titelverteidiger mit besten Medaillenchancen ins Rennen ging, machte sich unser Herrendoppel ebenfalls leichte Hoffnungen auf Edelmetall.
Edelmetall im ersten gemeinsamen Jahr
Richard und Seppi reisten bereits am Mittwoch nach Bremerhaven, um am Donnerstagmittag optimal vorbereitet in den Vorlauf zu gehen. Minimalziel war natürlich der Einzug ins Finale der besten 12 von 24 Paaren. Durch den Startplatz im zweiten Lauf hatte man einen leichten Vorteil, da man ungefähr abschätzen konnte, welches Ergebnis für den Finaleinzug benötigt wird.
Nach den ersten 12 Startern zeichnete sich ab, dass 887 Holz fürs Finale sicher reichen sollte. Dahinter drängten sich 8 der 12 Paare innerhalb von 8 Holz. Während die Drittplatzierten der Brandenburger Landesmeisterschaften, Sven Koslitz/ Michael Geselle mit 886 Holz auf Rang vier lagen, fanden sich die Märkischen Vizemeister Christian Schwarz/ Nico Witter mit 878 Holz ohne Resthoffnung aufs Finale auf Rang 11 wieder.
Bei Seppi und Richard sah es lange nach dem sicheren Einzug in den Endlauf aus, ehe ihnen auf den letzten Würfen noch zwei Fehler in Form von Sechsen unterliefen. Am Ende verpasste man die Vorgabe mit 886 Holz um Haaresbreite und es musste gezittert werden. Es sollte zu Platz 11 und damit zum Finale reichen. Vorlaufsieger wurden die Lokalmatadoren Jens Kohlenberg/ Boris Kölpin mit 909 Holz vor den Überraschungs-Zweiten Maurice Bläß/ Raciel Heller aus dem Harz (905).
Im Finale am Donnerstagabend wurden die Karten wie üblich neu gemischt und alle Starter begannen bei 0. Wer hatte die richtigen Schlüsse gezogen und wer würde die Vorlaufleistungen nicht bestätigen können? Genau wie unser Duo hatten fast alle so ihre Probleme. Und so reichte es Seppi und Richard, Bahn für Bahn einige Hölzer zu sammeln, um mitten drin im Kampf um die Medaillen zu sein. Nach etwa 7 oder 8 Bahnen zeichnete sich ein Dreikampf um den Titel zwischen Simon/ Grziwa (SG Weser), Krause/ Franke (Berlin) und dem 90er Paar ab. Das restliche Starterfeld konnte nicht an die Vorleistungen anknüpfen. Besonders bitter: die Favoriten Kohlenberg/ Kölpin blieben mehr als 30 Holz hinter ihrem Vorlaufergebnis und mussten sich mit Rang 5 begnügen.
Seppi und Richard mussten sich nun entscheiden - sicher weiterspielen und den Bronzerang halten oder das Risiko erhöhen, um den Rückstand auf die beiden führenden Teams verkürzen. Während sich die anderen vier auf der Zielgeraden noch steigern konnten, sicherten die 90er ihre Platzierung ab und konnten einen ungefährdeten dritten Platz und somit die erhoffte Bronzemedaille feiern. Vorn entwickelte sich das Finale noch zu einem Krimi. Nach je 120 Würfen standen sowohl die Berliner, als auch die Bremerhavener bei glatt 900 Holz. Ein Stechen musste somit über den Titel entscheiden. Und tatsächlich hatten die Außenseiter Tobias Simon/ Carsten Grziwa die besseren Nerven, holten sich unter dem phrenetischen Jubel des Anhangs sensationell den Meistertitel und verwiesen das routinierte Berliner Paar André Krause/ André Franke auf Platz zwei.
Seppi und Richard blicken hochzufrieden auf ihre erste gemeinsame Saison als Doppel zurück: Kreismeister, Regionalmeister, Landesmeister und jetzt Bronze - viel mehr geht nicht.
Titelverteidigung mit anderer Besetzung
Am Freitagnachmittag gingen fünf Fehrbelliner als OPR-Kreisauswahl als Titelverteidiger ins Rennen im Vereins-Wettbewerb der Herren. Waren im vergangenen Jahr in Husum noch Seppi und Daniel im Team, wurden diesmal Dirk, Benny und Richard berufen. Als Landesmeister hatte man sich souverän qualifiziert und wollte nach Gold in der Bundesliga und bei den Deutschen Meisterschaften im Dreibahnenspiel nun das Triple perfekt machen.
Doch zu Beginn sah es aus, als wäre Kiel nicht zu schlagen. Nach 911 durch Martin Branzke, was der Tagesbestwert werden sollte, folgte Morten Göhlitz mit dem drittbesten Ergebnis des Wettbewerbs von 904 Holz. Joni zeigte mit 897 Holz eine Topleistung und konnte noch Anschluss halten. Da Benny immer wieder Fehler einstreute und ein besseres Ergebnis dadurch verspielte, übernahm nach knapp der Hälfte Olli. Der Leipziger bestätigte seine Nominierung und schraubte das Ergebnis auf gute 885 Holz. Dennoch lagen über 30 Holz zwischen Kiel (+135) und OPR (+102). SG Weser (+98), KKBV Harz (+93), Pinneberg (+86), Berlin I (+85), Berlin II (+81), Oldenburg (+79) und Hannover (+75) folgten zur Halbzeit im engen Medaillenkampf.
Im dritten Durchgang läutete Richard die Wende ein. Mit 891 Holz konnte er Druck auf Kiel ausüben. Die Kieler waren mit der Leistung Frank Gerkens nicht zufrieden und ersetzten ihn durch Niklas Kröger. Zusammen erreichte man 872 Holz und konnte 14 Holz Vorsprung in die finale Tour retten. Dahinter schob sich das Feld eng zusammen, denn sowohl Lucas Scheffler (BSKV I, 902 Holz, -20) als auch Markus Ringgenberg (BSKV II, 905 Holz, -21) spielten stark auf. Auch das Heimteam der SG Weser blieb durch 887 Holz von Jens Pfeiffer im Rennen (-23).
Dirk hatte nun das Vergnügen, gegen Dennis Deipenau (Kiel), Dominik Ring (BSKV II), André Krause (BSKV I) und Jens Kohlenberg (Weser) zu bestehen. Nach leichten Startschwierigkeiten kam er immer besser in Fahrt und hatte den Rückstand nach 8 von 12 Bahnen fast aufgeholt. Doch Kiel wehrte sich. Eine Bahn, also 10 Wurf vor Schluss lag Kiel ein Holz vor OPR. Berlin 2 lag 10 Holz zurück und Berlin 1 war mit 15 Holz Rückstand so gut wie besiegt. Mit einer 78er Schlussbahn zeigte Dirk seine ganze Klasse und Nervenstärke und bescherte den Ruppinern mit seinen 900 Holz doch noch den Titel. Kiel wird dank 881 Holz von Deipenau Zweiter. Bronze geht am Ende doch noch an den BSKV I, da Krause (894) seinen Unioner Mannschaftskameraden Ring (885) bezwang und BSKV II somit um ein Holz überflügelte.
Für die 90er im Trikot der OPR-Kreisauswahl war es hingegen die Krönung einer unfassbaren Saison. Alle Mannschaftstitel gingen nach Fehrbellin/ OPR. Hinzu kommt der Sieg Brandenburgs beim Länderpokal im Herbst unter Beteiligung von drei Fehrbellinern, der Triumph beim Nationencup von Seppi und die Bronzemedaille von Richard und Seppi im Wettbewerb Paar Herren. Es war die wohl erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte.
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