- Die Krönung naht
- SV 90 Fehrbellin hat die Deutsche Meisterschaft vor Augen
- SV 90 Fehrbellin behält die weiße Weste und behauptet die Tabellenführung
- Der SV 90 Fehrbellin e. V., Sektion Tanzen, sucht ab sofort Verstärkung!
- Überraschungscoup und Enttäuschung im hohen Norden
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Überraschungscoup und Enttäuschung im hohen Norden
Nach dem 6-Punkte-Wochenende in Berlin und nunmehr acht 3:0-Siegen in Serie gingen die 90er Kegelasse erneut auf Reisen. Knapp 900 km und insgesamt zehn Stunden Fahrt plus die individuelle An- und Abreise nach Fehrbellin von teilweise zwei Stunden hatten die Spieler an diesem Wochenende zurückzulegen. Immer mit dem klaren Ziel vor Augen, die nächsten Schritte in Richtung Meisterschaft gehen zu wollen.
Am Samstag traten die Ruppiner in Oldenburg an, wo bislang in acht Aufeinandertreffen viermal der Zusatzpunkt heraussprang. In den anderen vier Spiele verließ man die Anlage mit leeren Händen. Beim Sonntagsgegner, dem Aufsteiger Sportfreunde Husum, war man lediglich einmal vor neun Jahren zu Gast. Damals endete das Spiel 2:1 für die Hausherren.
KSK Oldenburg/ Holstein - SV 90 Fehrbellin 0:3 (5347:5350 Holz, 37:41 EWP)
Der SV 90 fuhr im festen Glauben nach Oldenburg, dass sein Topspieler und der Führende der Einzelrangliste, Dirk Sperling, aus beruflichen Gründen nicht dabei sein kann. Doch bereits vor dem Einspielen gab es positive Signale, dass ein rechtzeitiges Eintreffen im Bereich des Möglichen liege. So musste zwangsläufig erneut in der Startachse umgestellt werden. Joni und Benny konnten überraschend gut mit dem Nationalspieler-Brüderpaar Marc und Jan Stender mithalten, was auch an der ungewohnt fehlenden Konstanz der Holsteiner lag. So gingen wir etwas überraschend mit 23 Holz in Führung. Benny rang Marc mit 905:897 nieder, Joni konnte Jan sogar noch deutlicher mit 904:889 in die Schranken weisen.
Richard und Seppi hatten dann so ihre liebe Mühe, mit den vielen Wacklern umzugehen. Lars Boller machte es deutlich besser und gewann Runde zwei mit 906 Holz, wobei es lange nach einem deutlich höheren Ergebnis aussah. Seppi und Henrik Kiehn egalisierten sich mit 884 Holz. Richard konnte mit 889 Holz noch einen hauchdünnen Vorsprung an die Schlussachse übergeben.
In dieser stand dann tatsächlich, auch wenn ohne Einspielzeit, Dirk neben Dietmar auf der Bahn. Der Motor seines Autos war noch nicht kalt, als er die ersten Kegel zu Fall brachte und gewohnt gut ins Spiel fand. Anders erging es Dietmar, bei dem sich immer wieder gute Phasen mit groben Schnitzern abwechselten. Und so konnten die Hausherren in Person von Arnim Barkholtz und Marc Loer die Führung übernehmen. Daniel übernahm kurz vor der Halbzeit, doch es wurde zunächst nicht besser. Immerhin leisteten sich auch die Oldenburger immer wieder Fehlhölzer und so reichte Dirks Topleistung mit erneutem Höchstholz (907), um die Partie weiter offen zu halten. Auf der letzten Gasse fand Daniel endlich in sein Spiel. Es ging hin und her, die vier schenkten sich nichts und auf den letzten Würfen wechselte die Führung wieder zu den Fehrbellinern. Arnim (890) und Marc (881) hatten ihr Spiel beendet und Daniel benötigte nur noch zwei 7er für den Sieg. Mit einer beeindruckenden Souveränität legte er bei beiden Würfen je acht Kegel auf die Seite und so gewann der Tabellenführer nach einem Kegelkrimi tatsächlich das 9. Spiel in Folge (die letzten vier alle auswärts) mit drei Holz. Im Duell mit Union Oberschöneweide, die vor Wochen in Oldenburg knapp am Zusatzpunkt vorbeirauschten, waren das natürlich weitere Big Points.
Sportfreunde Husum - SV 90 Fehrbellin 3:0 (5151:5061 Holz, 50:28 EWP)
Auf einer unfassbar anspruchsvollen Bahn deren Lauf und Fall nicht mehr mit den Deutschen Titelkämpfen im Sommer 2025 vergleichbar war, erwischte der Aufsteiger den besseren Start. Mit 860 und 869 Holz gelangen Kai Petersen und Carsten Dirks zwei (für die Bahn) Topergebnisse. Seppi konnte lange gut mithalten, hatte aber mit 855 Holz das Nachsehen. Joni hatte bis zum Schluss zu kämpfen, nicht mit einer roten Zahl (unter Schnitt) von der Bahn zu kommen, was ihm letztendlich mit 841 knapp gelang.
Als auch die Mittelachse ähnlich verlief, war ein Punktgewinn schon in weiter Ferne. Erik Carstensen (867) spielte ebenfalls stark, Kai Christensen (847) ließ dem Ligaprimus noch leichte Resthoffnung. Dirk und Daniel mit je 841 Holz konnten aber auch diese Einladung nicht nutzen. Kurios: Daniel zeigte eine starke Leistung, machte sich aber auf dem Linksaufsatz der Bahn 2 mit -14 alles kaputt.
Für einen Lichtblick konnte Benny sorgen, der nach der ersten Bahn bereits bei +13 stand. Doch hatte auch er auf den weiteren Bahnen mit dem Schnitt so seine liebe Müh und Not. Am Ende standen 851 Holz im Protokoll - zu wenig. Richard konnte über die komplette Spielzeit nicht an seine Einspielzeit anknüpfen und enttäuschte mit 832 Holz. Da konnten sich die Husumer sogar ein Ergebnis von 837 von Karl-Uwe Larsen/Hermann Thiesen leisten, denn Sönke Brauer setzte mit starken 871 Holz den Schlusspunkt unter einen verdienten Heimsieg.
Am Ende kann Fehrbellin mit den 28 EWP bei 0:3 Spielpunkten sogar noch froh sein, nicht noch stärker unter die Räder gekommen zu sein. Eine meisterliche Leistung war das nicht. Doch in einer langen Saison ist es auch fast unmöglich, 22 Spiele auf allerhöchstem Niveau durchzuspielen. Daher lautete die Devise: "Mund abputzen und in zwei Wochen die Punkte gegen die beiden Kieler Teams zu Hause behalten!"
Die anderen Spiele und die Tabellensituation
Während sich Union zu Hause gegen Pinneberg und Hannover schadlos hielt, überraschte Kiel I mit einem Punktverlust gegen Hertha und somit nur fünf von sechs möglichen Heimpunkten. Das bedeutet, dass Union (37 Punkte, +10) an Kiel (36/ +9) vorbeizieht und wie zu erwarten erster Verfolger des SV 90 (39/ +18) an der Spitze der Tabelle ist.
Oldenburg führt mit 28 Punkten (4., +1) das Mittelfeld an, gefolgt von Hannover (5., 26 P./ +5). Husum (6., 23 P./ -4) konnte sich noch nicht aller Abstiegssorgen entledigen und hat auch noch das Heimspiel gegen Kiel vor der Brust. Eberswalde verlor etwas überraschend das Heimspiel gegen Hannover und ist nun wieder akut gefährdet (7., 21 P./ -6). Hertha (8., 20 P./ -1) hat als nächstes Eberswalde und Union vor der Brust, könnte sich also mit zwei Siegen von der Abstiegszone vorentscheidend absetzen.
Kiel II (9., 19 P./ -8) ist hingegen schon in Seedorf zum Punkten verdammt, will man den drohenden Abstieg noch abwenden. Der SVL konnte in Husum einen weiteren wichtigen Auswärtspunkt entführen, steht aber mit 18 Punkten noch immer unter dem Strich (10., -3). Als nächstes kommen die Kieler Teams an den Löcknitzstrand. Pinneberg ist zwar vorletzter (15 P./ -6), hat aber wie Seedorf noch zwei Heimspiele mehr vor der Brust. Spandau kann es zwar theoretisch auch noch schaffen, ist aber mit nur 6 Punkten (-15) abgeschlagen Letzter.
Die kommenden Partien
Am 7. Februar um 13 Uhr steigt ein vorentscheidendes Spiel. Der SV 90 Fehrbellin empfängt die SG Sportkegler Kiel I. Es wird die schwerste Partie unter den letzten vier Heimspielen werden. Mit einem Dreier für die 90er löst sich die letzte Titelchance der Kieler in Luft auf. Bei einem Punktverlust hingegen bringt man Union eventuell wieder ins Rennen.
Am 8. Februar um 10 Uhr kommt das abstiegsbedrohte Kiel II in die Rhinstadt, was sicher alles reinwerfen wird, um eine verkorkste Saison doch noch zu retten. Union spielt zwar auswärts, aber doch irgendwie zu Hause, denn die Bahnen von Hertha und Spandau sind allen Köpenickern vertraut. Alles andere als sechs Auswärtspunkte wäre eine Überraschung.
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