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SV 90 Fehrbellin hat die Deutsche Meisterschaft vor Augen

Am vorletzten Spielwochenende der laufenden Bundesliga-Saison der Bohlekegler gelang den Fehrbelliner Präzisionssportlern ein vorentscheidender Schritt in Richtung Titel. An Spieltag 19 musste man sich mit der SG Pinneberg messen. Für die Nordhamburger geht es noch um den Klassenerhalt. Sonntagsgegner Rivalen Hannover – im Vorjahr noch knapp dem Abstieg entronnen – befindet sich diese Saison in deutlich ruhigerem Fahrwasser. Vor dem Wochenende war sogar noch die Bronzemedaille in Reichweite.

 

SV 90 Fehrbellin – SG Pinneberg 3:0 (5429:4357 Holz, 56:21 EWP)

Während Pinneberg krankheitsbedingt das Unterfangen „Klassenerhalt“ mit nur fünf Spielern antreten konnte, musste auch der Tabellenführer Ausfälle verkraften. Dietmar fehlte aus privaten Gründen, Daniel war zwar vor Ort, laboriert jedoch an einer Fußverletzung, weshalb er nur im Notfall eingesetzt werden sollte. Am schwersten wog jedoch ohne Frage Dirks Ausfall, der kurzfristig ebenfalls aus privaten Gründen fehlte. 

 

Somit rückte Seppi zu Joni in die Startachse. Trotz durchwachsener Leistungen konnten Joni (895) und Seppi (907) sich gegen Rainer Hebisch (855) und Marco Hebisch (886) klar behaupten. Nach dem guten Auftritt vor 13 Tagen zeigten Olli (913) und Benny (923, Bestwert) erneut ihre gute Saison-Endspurt-Form und stellten die Weichen endgültig auf einen ungefährdeten Dreier. Mike Krüger (860) und Stefan Prentkowski (887) waren hingegen ebenfalls deutlich von den Fehrbelliner Ergebnissen entfernt. So gab Ralf Friedrich aus der zweiten Mannschaft neben Richard sein Saisondebut und kam nach mehr als drei Jahren wieder in der Bundesliga zum Einsatz. Nach tollem Start kam er auf 887 Holz und scheiterte damit denkbar knapp an der Vorgabe Prentkowskis. Da Richard mit 904 Holz deutlich darüber lag und Mervyn McCreight nur 869 Kegel auf die Seite beförderte, konnten die 90er mit 56 EWP die Unterwertung weiter aufpolieren.

 

Im Fernduell gelang es den Unionern mit dem Gewinn des Zusatzpunkts bei den drittplatzierten Kielern, die Rhinstädter weiter unter Druck zu setzen. Der Vorsprung wuchs also lediglich auf vier Punkte.

 

SV 90 Fehrbellin – Rivalen Hannover 3:0 (5485:4806 Holz, 57:21 EWP)

Am Samstag in Seedorf holten die Leinestädter den bereits dritten Auswärtssieg der laufenden Saison. Entsprechend groß war der Respekt der 90er vor dem letzten Heimspiel der Saison. Glücklicherweise stand Dirk wieder zur Verfügung. Auch wenn er seinen Platz in der Startachse zurückerhielt, sorgte vor allem der am Vortag etwas hinter den Erwartungen bleibende Joni für das Highlight der Partie. Mit seinem wohl besten Auftritt im Trikot der 90er erzielte er 934 Holz – Saisonhöchstwert auf der Fehrbelliner Kegelbahn. Da schien Dirks gutes Ergebnis von 916 Holz blasser, als es tatsächlich war. Christian Spyra, der zur Hälfte mit Dirk gleichauf war, km am Ende doch nur auf 882 Holz. Robert Neumann, der am Vortag sein sage und schreibe 800. Bundesligaspiel absolvierte, musste sich mit 877 Holz begnügen. Auch die Mittelachse um Tim Brunhöfer (877) und Kai Hahnefeld (887) erreichte ähnliche Werte, sodass Olli (894) und Benny (910) durchschnittliche Leistungen genügten. Im Schlussdrittel sorge Richard vor den Augen seines „Fanclubs“ für einen weiteren Höhepunkt. 928 Holz waren auch für ihn Bestwert in seiner ersten Saison im 90er Trikot. Seppi konnte das Niveau zwar nur zwei Bahnen halten, kam aber am Ende immerhin auf 903 Holz. Da Michael Lotze zur Hälfte verletzt von der Bahn musste und Sebastian Christ nicht über 861 Holz hinauskam, wurde es der perfekte Ausklang einer nahezu perfekten Heimserie (33:0 Punkte, 609:248 EWP). 

 

Mehr Spannung als das eigene Spiel brachte das Duell Kiel II gegen Union Oberschöneweide. Nach vier von sechs Spielern lag Union mit zwei Holz vorn. Eine gefühlte Ewigkeit nach dem Spielende flimmerte dann endlich das Ergebnis auf der Leinwand. Kiel II hatte es tatsächlich noch geschafft und das Spiel mit 18 Holz für sich entschieden. Den Zusatzpunkt konnte sich Union zwar sichern, doch angesichts von sechs Punkten Vorsprung und der um 66 Punkte besseren Unterwertung ist den 90ern der Titel wohl nicht mehr zu nehmen. Rechnerisch kann Union zwar noch 72 EWP aufholen, dazu müsste Fehrbellin aber in Eberswalde und Berlin 21:57 verlieren. So sehr unter die Räder kam das 90er Sextett aber in 21 Jahren Bundesligazugehörigkeit noch nie. Sollte es also gelingen, in Eberswalde mindestens 28 EWP zu erkämpfen, muss man am Sonntag nur noch mit sechs Spielern antreten. 

 

Gefeiert wurde aber noch nicht. Auch, wenn bereits erste Glückwünsche vom Titelverteidiger übersendet wurden – „angenommen werden diese erst, wenn alles in trockenen Tüchern ist“, mahnt Sektionsleiter Peter Wolski. 

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Veröffentlichung

Fr, 27. Februar 2026

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