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Nach Derbysieg - SV 90 überwintert mal wieder an der Tabellenspitze

Nach dem 11. und 12. Bundesligaspieltag liegen die Kegler des SV 90 Fehrbellin weiterhin auf Tabellenplatz eins. Ein klarer Heimsieg im Hinspiel und ein umkämpfter Auswärtsdreier im Rückspiel das Derby-Klassikers gegen die Erzrivalen aus Seedorf waren dafür nötig. Erfolgsgarant war mal wieder Dirk, der an beiden Tagen den Bestwert verbuchte. Während er im Hinspiel auf heimischer Anlage mit 932 Holz in ungeahnte Sphären vorstieß, konnte er am Sonntag in Seedorf die erstaunlich verhaltene Leistung des Ex-90ers Mathias Metzdorf ausnutzen, der in der Regel keine Mühe hat, die 900er-Marke zu knacken. Auch Richard konnte an beiden Tagen mehr als überzeugen und markierte jeweils das zweitbeste 90er Ergebnis. 

 

Nach Spielende und einem Jubeltanz galt die Aufmerksamkeit dem wie gewohnt später zu Ende gehenden Spiel von Hauptkonkurrent Union Oberschöneweide. Die Ostberliner mussten ebenfalls in Brandenburg bei der SpG Eberswalde ran - und die Truppe um Ex-90er Nico Witter konnte tatsächlich Schützenhilfe leisten und besiegte den Meister knapp mit 11 Holz. Der Zusatzpunkt ging verdient an die Berliner. 

 

Der Vorsprung der 90er wuchs damit auf fünf Punkte an, was zunächst deutlicher klingt, als es ist. Zum einen muss Union (25:11) noch zweimal häufiger zu Hause antreten, wo die sechs Punkte relativ sicher zu erwarten sind. Zum anderen muss der SV 90 (30:6) noch bei Union spielen, wo es in den letzten Jahren keine Punkte gab. Auf Grund der Unioner Heimkonstanz fehlte recht viel, um etwas Zählbares mitzunehmen.

 

Zwischen den Unionern und den Rhinstädtern rangiert noch die SG Kiel I (28:8), welche sich gegen die zweite Vertretung an beiden Tagen drei Punkte sichern konnte und mit der gleichen Anzahl an Heim- und Auswärtsspielen zwei Punkte hinter Fehrbellin liegt.

 

Nach der Weihnachtspause wollen die Ruppiner in den Partien bei Hertha BSC und dem Spandauer SV möglichst sechs weitere Auswärtspunkte verbuchen. Bei Hertha war man in den letzten Jahren immer knapp am Sieg dran. „Wir fühlen uns auf der Anlage eigentlich sehr wohl, doch meistens fallen ein oder zwei Ergebnisse zu sehr vom Mannschaftsgefüge ab. Das wollen wir diesmal ändern.“, blickt Seppi positiv auf die Begegnung am 10.01. Und in der Tat schaffte man es in den vergangenen Jahren immer, den Tagesbestwert zu erspielen. Im letzten Jahr gingen sogar 12 und 11 Punkte nach Fehrbellin. Doch am Ende fehlten 4 Holz zum Sieg.

 

Für Sonntagsgegner Spandau geht es bereits um alles. Nach mageren sechs Punkten aus den ersten fünf Heimspielen darf man kein Spiel mehr auf der Heimbahn verlieren, will man die Chance auf den Klassenerhalt wahren. Gegen Kiel I und Hannover musste man bereits alle Punkte abgeben, einen eigenen Dreier gab es in dieser Saison hingegen noch nicht zu feiern. Klar ist aber auch, dass sich die Randberliner im neuen Jahr viel vorgenommen haben werden. Die Punkte gibt es also nicht kampflos.

 

Union Oberschöneweide hat mit den wiedererstarkten Oldenburgern (bereits 3 Auswärtspunkte) und Aufsteiger Sportfreunde Husum (noch ohne Auswärtspunkt) Mannschaften aus dem oberen und unteren Mittelfeld zu Gast. Alles andere als zwei klare Heimsiege wäre eine Überraschung. Doch dafür ist Oldenburg mit den Nationalspielern und Brüdern Jan und Marc Stender überall gut. Beide wurden bereits deutscher Einzelmeister der Herren und können an einem guten Tag jeden schlagen.

 

Nach der Pause gibt es keine Verschnaufpausen mehr. Alle 14 Tage finden dann die Bundesligaspiele statt, bis Anfang März die Entscheidung fällt. Zwischendurch laufen im Januar und Februar auch noch die Einzel- und Doppelwettbewerbe auf Kreis- und Regionalebene an. Auch die LVM der Herren ist in diesem Jahr sehr früh (31.01.). Ein guter Zeitpunkt für alle, die Topform zu finden.

 

Was die Kaderzusammenstellung angeht, gibt es noch ein paar kleine Fragezeichen. Dirk, Joni, Richard, Benny, Daniel und Seppi sind sicher am Start. Bei Dietmar entscheidet sich kurzfristig, ob er beruflich verhindert ist oder doch zur Verfügung steht. Olli steht grundsätzlich zur Verfügung, könnte jedoch am Sonntag eine Pause erhalten. Alex fällt nach wie vor auf unbestimmte Zeit aus.

 

Bei Hertha BSC sind nach jetzigem Kenntnisstand alle Spieler an Bord. Spandau muss wohl auf den angeschlagenen Stammspieler Steffen Kuttig verzichten.

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Veröffentlichung

Mi, 07. Januar 2026

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