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(Fast) perfekter Saisonstart für Fehrbelliner Bundesligateam

Nach dem Triumph bei den deutschen Titelkämpfen Mitte Juni konnten sich die Bohlekegler des SV 90 Fehrbellin fast drei Monate ausruhen und neue Kraft tanken. Am vergangenen Wochenende rollten aber bereits wieder die Kugeln in der 1. Bundesliga. 

 

Mit Neuzugang Richard Albrecht aber ohne Routinier Dietmar Stoof (private Gründe) sowie den Langzeitverletzten Alexander Wolski trat man am Samstag die Reise nach Kiel an, wo man im Vorjahr sowohl bei der ersten, als auch bei der zweiten Mannschaft der SG Sportkegler Kiel den wichtigen Zusatzpunkt einheimsen konnte. Diesmal konnte man sogar noch eine Schippe drauflegen.

 

SG Kiel I – SV 90 Fehrbellin 2:1 (5332:5301 Holz, 44:34 EWP)

Kiels Topspieler Kai Ludorf gab sich, anders als in der Vorsaison, keine Blöße und zeigte mit 899 Holz, wer Herr im Haus ist. Doch Dirk konnte mit 897 stark dagegenhalten. Auch Joni machte mit 886 Holz einen guten Job und konnte aus dem schwachen Auftritt des Kieler Kapitäns René Richter (873) erstes Kapital schlagen.

In Runde 2 neutralisierten sich beide Teams. Auf Kieler Seite legte Alexander Eggers solide 891 Kegel auf die Seite, Sascha Brinks hingegen machte die Tür zum Auswärtspunkt mit 878 noch ein Stück weiter auf. Sowohl Daniel (882) als auch Benny (887) nahmen diese Hürde und konnten den knappen 11-Holz-Vorsprung an die Schlussachse übergeben.

Diesen sollten die beiden Nationalspieler Richard und Seppi nun behaupten. Gegen Youngster Felix Grill und Routinier Jörn Kemming zwar eine schwierige, aber machbare Aufgabe. Während Richard sich trotz starker erster Hälfte dennoch knapp hinter Felix einreihen musste, gelang Seppi auf den hinteren Pisten ungewohnt wenig, sodass Jörn für die Führung der Hausherren sorgte. Nachdem Seppi auch auf Bahn 3 nicht den Faden fand, wurde mit dem Wechsel zu Olli das letzte Register gezogen. Doch die Kieler spielten es jetzt souverän nach Hause. Am Ende musste der SV 90 noch um den lange sicher geglaubten Zusatzpunkt zittern. Dank der 886 Holz von Richard war dieser aber nicht mehr zu nehmen. So war es letztendlich nur noch von statistischer Bedeutung, dass Felix (897) und Jörn (891) nicht über Dirks Ergebnis hinwegkamen. Seppi und Olli kamen letztendlich auf ziemlich verbesserungswürdige 863 Holz.

 

Nachdem die 90er schon vor einem Jahr am Sieg schnuppern durften, waren sie in diesem Jahr ganz dicht dran, auch wenn 31 Holz Differenz dann doch deutlicher klingen, als es der Spielverlauf hergab.

 

SG Kiel II – SV 90 Fehrbellin 0:3 (5298:5334 Holz, 33:45 EWP)

Bereits im Vorfeld war zu spüren, dass im Haus des Sports am Sonntag mehr als der Zusatzpunkt drin sein würde. Die Kieler waren mit ihren Trainingsresultaten nicht zufrieden und trugen eine gewisse Unsicherheit ins Spiel. So überraschte es nicht, dass die Startachse nicht die gewohnte Führung einspielte. Während Dennis Deipenau gegen einen formverbesserten Seppi mit 891:898 Holz das Nachsehen hatte, konnte Morten Göhlitz, der sich normalerweise deutlich von der Konkurrenz absetzt, nicht an seine gewohnten Leistungen anknüpfen. Mit 897 Holz lag er zwar knapp vor Joni (892), konnte aber gegen Seppis Ergebnis nicht ankommen. Lohn für den guten Start der 90er war eine hauchdünne Führung.

In der Mittelachse avancierte Benny zum Matchwinner. Wie im Rausch spulte er sein Programm ab und untermauerte mit 904 Holz die Fehrbelliner Medaillenambitionen. Es sollte der Tagesbestwert bleiben. Und auch Olli reihte sich mit 885 Holz in das ausgeglichen gute Mannschaftsgefüge ein. Während der aus Oldenburg nach Kiel gewechselte Jan Haagen nach Fehlstart noch auf gute 888 Holz kam, Gelang Martin Fedde (875) in der zweiten Spielhälfte wenig. Fehrbellin führte also verdient mit 28 Holz.

Auf Grund der Erfahrung vom Samstag war man aber noch nicht zu euphorisch, denn im Kegeln kann vieles passieren – und es sollte erneut eine unerfreuliche Überraschung geben. Diesmal war es Richard, der nicht zu seinem Rhythmus fand. Nach Holperstart kam er zwar etwas besser in tritt, konnte aber nie an sein eigentliches Potential herankommen. Doch die Hausherren hatten in Person von Stefan May einen noch katastrophaleren Start, weshalb Richard trotzdem noch ein Duell auf mäßigem Niveau mit 865:860 Holz für sich entschied. Dirk hingegen zeigte über weite Strecken einen gewohnt souveränen Auftritt, ohne sein Topspiel zeigen zu müssen. Auch er hatte gegenüber Ex-Luckauer Martin Branzke mit 890:887 Holz knapp die Nase vorn. 

 

Am Ende war es schon erstaunlich, wie wenig Gegenwehr von den Kielern kam. Fehrbellin musste nicht ans Maximum gehen und sicherte sich dennoch einen ungefährdeten Auswärts-Dreier. Mit vier Punkten ist es ein Start nach Maß. Nun heißt es, die letzten Unsicherheiten auszumerzen. Dafür sind nun vier spielfreie Wochen Zeit zum trainieren.

 

Am 11. und 12.10.2025 geht es für die 90er weiter. Auf heimischer Anlage bekommt man es mit dem KSK Oldenburg und Aufsteiger Sportfreunde Husum zu tun. Natürlich will man mit zwei klaren 3:0 Siegen signalisieren, dass die Fehrbelliner Kegelhalle wieder zu einer uneinnehmbaren Festung wird.

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Veröffentlichung

Di, 16. September 2025

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