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Bundesligakegler behalten zu Hause eine weiße Weste

Gleich am ersten Wochenende des Jahres ging es für die Männer des SV 90 Fehrbellin bereits wieder um Bundesliga-Punkte. In den beiden Heimspielen gegen den abstiegsbedrohten SVL Seedorf und Medaillenanwärter KSK Oldenburg/ Holstein war mehr Spannung geboten, als sich die Fehrbelliner wünschten. Am Ende blieben aber doch alle Punkte in der Rhinstadt und die weiße Weste auf der Heimbahn bleibt in dieser Saison sauber.

 

SV 90 Fehrbellin - SVL Seedorf 3:0 (5458:5345 Holz, 49:29 EWP)

Im Abstiegskampf wollte sich der Brandenburg-Rivale aus Seedorf den verlorenen Punkt aus dem Hinspiel zurückholen. Es wäre der erste Punktgewinn der Männer vom Löcknitzstrand seit fast 15 Jahren. Entsprechend motiviert ging vor allem Ex-90er Mathias Metzdorf zu Werke. Mit starken 914 Holz konnte er gleich ein Ausrufezeichen setzen. Nur Dirk sollte an diesem Tag mehr Kegel zu Fall bringen. Er sicherte sich und seinem Team mit 924 Holz die 12 Punkte für den Tagesbestwert. Auch Benny zeigte mit 909 Holz eine Topleistung. Norbert Witzels 878 Holz sollten keine Rolle spielen.

Und Seedorf machte weiter Druck. Sowohl Rainer Pagels (901) als auch Daniel Dei (908) zeigten eine grundsolide Vorstellung und konnten weitere Nadelstiche setzen. Daniel hielt dem Druck jedoch stand und kam mit 910 Holz hoch in die Wertung. Dietmar hingegen fand nicht zu seinem Spiel. Als dann auch noch körperliche Probleme hinzukamen, war man zum Wechseln gezwungen. Joni machte das Beste draus und schraubte das Ergebnis auf 894 Holz - angesichts des guten Falls an diesem Tag jedoch etwas zu wenig.

Für Spannung war also gesorgt - Olli und Seppi mussten beide mehr als 901 Holz erspielen, um den Zusatzpunkt zu halten. Beide kamen recht gut ins Spiel und ließen zu keinem Zeitpunkt Zweifel daran aufkommen, die Vorgabe zu erfüllen. Seppi konnte mit 914 fast noch Metzdorf übertrumpfen. Olli legte mit 907 Holz sein bestes Heimspiel im Trikot des SV 90 auf die Bohle. Somit hatten die Ergebnisse von Frank Wilke (890) und Leonard Lucht (854) nur noch statistischen Wert. 

Der SV 90 behält folgerichtig den Dreier mit fünf Topergebnissen und war für gut aufspielende Gäste aus der Prignitz an diesem Tag etwas zu stark. Ein schwacher Trost ist vielleicht, dass die Ergebnisse in allen bisherigen 90er Heimspielen zum Punkt für die Gäste gereicht hätte. Aber die Bahnen liefen auch etwas besser.

 

SV 90 Fehrbellin - KSK Oldenburg/ Holstein 3:0 (5437:5304 Holz, 51:27 EWP)

Der auf dem Papier stärkere Gegner kam am Sonntag in die Luchstraße. Mit den Oldenburgern war der Bronzemedaillengewinner der Vorsaison zu Gast. Und auch in diesem Jahr wollte man um die Medaillen mitspielen. Doch dazu war man bereits zum Punkten verdammt, wurde doch am Vortag der Sieg beim Tabellenschlusslicht Stralsund verpasst. Für die 90er war es hingegen die Chance, sich endgültig von einem direkten Verfolger abzusetzen.

Dirk legte auf Bahn vier verhalten los, holte dann aber alles aus der Anlage heraus. Auf den restlichen Bahnen spielte er neun Holz unter Achterschnitt. Mit 936 Holz war er auch an diesem Sonntag nicht zu schlagen. Da wirken die guten 903 Holz von Joni schon beinahe blass. Erstaunlich wenig Gegenwehr kam von Topspieler Marc Stender (867) und Henrik Kiehn (884).

Die Mittelachse gestaltete sich wesentlich knapper. Daniel und Benny konnten nicht ganz an die tollen Leistungen vom Samstag anknüpfen und scheiterten mit 894 und 899 knapp an der 900er-Marke. Glück für die 90er, dass der Gegner in Person von Arnim Barkholtz auf der letzten Gasse eine Ratte hinnehmen musste, was ein noch besseres Ergebnis verhinderte (896). Da Marc Süßmilch mit 888 ebenfalls nicht über alle vier Bahnen zu überzeugen wusste, war mehr als eine Vorentscheidung gefallen. 

Immerhin kam in der letzten Runde noch mal ein wenig Spannung im Duell Seppi gegen Jan Stender auf. Nachdem Seppi fünf Gassen auf 12-Punkte-Kurs lag, war auf Bahn 2 rechts der Wurm drin. Jan wusste die kleine Schwäche zu nutzen und kam immer näher heran. Am Ende setzte er Seppi mit einer 82er-Reihe noch mal mächtig unter Druck. Der konnte jedoch dagegenhalten und einen dünnen Vorsprung ins Ziel retten (913:911). Olli landete auf Grund einiger unnötiger Fehler bei 892 Holz, was an diesem Tag zu verkraften war. Jan Haagen fand nie so richtig ins Spiel und musste sich mit 858 Holz begnügen.

 

Mit dem Sieg konnten sich die 90er sechs Punkte von Oldenburg absetzen und liegen weiterhin auf Position drei (29 Punkte). Union konnte zu Hause beide Spiele mit 3:0 gewinnen und behält die Tabellenführung (37). Die SG Kiel I bleibt nach Punktgewinn bei NKC Berlin und Sieg in Spandau einen Zähler vor Fehrbellin auf Platz zwei. Kiel II holte in Spandau den Zusatzpunkt und ist mit 24 Punkten vierter. 

Stralsund (5) ist abgeschlagen Letzter. Für Spandau, jetzt mit 15 Punkten Vorletzter, waren die verlorenen Heimpunkte ein herber Rückschlag. Zwischen Hertha BSC Berlin (17), NKC Berlin (17), Cuxhaven (18) und Hannover (18) geht es noch sehr eng zu um den dritten Abstiegsplatz. Seedorf (19) gelang mit dem Dreier in Stralsund ein echter Befreiungsschlag. Der Klassenerhalt ist nun greifbar.

 

Bereits in zwei Wochen stehen die nächsten Bundesligaspiele an. Die 90er reisen nach Kiel und wollen im direkten Duell einen Vorteil gegenüber den Ellerbekern erringen. Union spielt erneut zu Hause und empfängt mit NKC und Spandau zwei Mannschaften, die die Bahnen in der Hämmerlingstraße gut kennen sollten. Oldenburg und Seedorf müssen zu den abstiegsbedrohten Clubs nach Hannover und Cuxhaven reisen. 

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Veröffentlichung

Mo, 08. Januar 2024

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