Benjamin Münchow ragt bei guten 90er Auswärtsauftritten heraus
Nach der langen Spielpause von vier Wochen konnten die wir in Oldenburg und bei Aufsteiger SpG Prignitz überzeugen. Am Ende sprangen vier von sechs möglichen Punkten heraus, womit wir auch nach dem vierten Spieltag das Klassement anführt.
SG Holstein - SV 90 Fehrbellin 2:1 (5490:5461 Holz, 41:37 EWP)
In Oldenburg hat sich in der Sommerpause nicht nur der Clubname geändert. Die neue Spielgemeinschaft hat auch kräftig investiert und vollautomatisierte Anzeigetafeln mit der zugehörigen Computertechnik installiert. Auch die "bauchigen" Kegel sind neu. So konnte man die Erfahrungen der vergangenen Jahre ad acta legen. Doch auch für die Holsteiner war es der erste Gradmesser auf der neu gestalteten Anlage und so rechneten wir uns eine gewisse Chance auf die Wiederholung des Auswärtssieges aus der Vorsaison aus.
Was allerdings gleich blieb, war die Mannschaftszusammensetzung, da Neuzugang Johnny Mandau mit der dänischen Nationalmannschaft in der Schweiz ran musste und den Norddeutschen nicht zur Verfügung stand. Nachdem Dirk und Joni in der Startachse bis zur letzten Bahn voll im Soll lagen, ließen sie sich auf den letzten 30 Würfen von den Stender-Brüdern noch 30 Hölzer abnehmen. Fabian machte bei seinem Auswärtsdebut kaum Fehler,
ging aber auch nicht genug Risiko ein. Zusammen mit Olli kam ein solides Ergebnis von 890 Holz heraus, was aber für die erhoffte Aufholjagd zu wenig war. Und die war durchaus drin, das Benny einen Sahnetag erwischte. Allein auf Bahn vier schaffte er +39 bei seinen 30 Würfen - am Ende sicherte er seinem Team mit 931 Holz 12 EWP. Da jedoch Marc Loer nur knapp hinter Benny lag und Henrik Kiehn auf 902 Holz kam, wuchs der Rückstand auf 40 Holz.
Richard und Seppi mussten noch den einen oder anderen Punkt rausholen, um nicht mit leeren Händen nach Brandenburg zurückzukehren. Da beide mit 914 bzw. 915 Holz vor Lars Boller (914) und Arnim Barkholtz (904) lagen, reichte es für die Rinstädter zu 37 EWP und somit zum Punktgewinn.
SG Holstein - SV 90 Fehrbellin 0:3 (5463:5474 Holz, 38:40 EWP)
Mit dem ersten Auswärtspunkt im Rücken sollte im nordbrandenburgischen Glövzin der erste Sieg her. Doch das junge Sextett des Aufsteigers war hochmotiviert und wuchs phasenweise über sich hinaus.
Bereits in Runde 1 zeigte Marcus Derlig, was die Bahn hergibt. Fast fehlerfrei schraubte er sein Ergebnis auf tolle 926 Holz, sodass selbst Dirk mit 919 Holz nicht ganz mithalten konnte. Joni holte mit 908 Holz vier gegenüber Sebastian Rönning heraus, sodass es fast pari in Durchgang zwei ging.
Hier drehte erneut Benny so richtig auf und konnte Marcus sogar noch um ein Holz überbieten. Sein Gegenspieler Til Runge konnte trotz guter Leistung nicht dran bleiben. Und auch Olli (899) gewann nach Startschwierigkeiten noch sein Duell gegen Michael Geselle. Somit hatten wir ein dünnes Polster von 22 Holz für die Schlussachse.
Was für Richard und Seppi zunächst nach einer machbaren Aufgabe klang, sollte sich dann doch wesentlich schwieriger gestalten. Ricardo Grimm holte trotz Oberschenkelproblemen alles aus sich und der Bahn heraus und setzte Seppi durchgehend unter Druck. Richard konnte die Angebote, die Sven Koslitz machte, nicht annehmen. Der Vorsprung schmolz zwischenzeitlich bis auf wenige Holz zusammen. Auf der letzten Bahn konnten Richard und Seppi noch einmal zulegen und somit einen knappen Vorsprung von 11 Holz ins Ziel bringen. Da Ricardo mit 924 Holz abschloss, konnte sich Benny erneut über verdiente 12 EWP freuen.
Die anderen Spiele
Mehr Spannung geht nicht? Falsch. Denn Vizemeister Union Oberschöneweide - am Samstag mit einem denkbar knappem Punktgewinn bei Kiel I - trennte sich von der zweiten Kieler Mannschaft mit 5292:5292 Holz. Zusammen mit dem Zusatzpunkt wanderten also an diesem Wochenende drei Punkte auf das Union-Konto. Lohn ist der Silberrang. Seedorf konnte in Glövzin einen wichtigen Punkt für den Klassenerhalt sammeln. Auch Hannover sicherte sich in Stavenhagen den Zusatzpunkt. Alle anderen Spiele endeten mit 3:0. Die SG Holstein liegt auf Rang drei, während Kiel II, SpG Prignitz und der SV Binde die Abstiegsplätze belegen.
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