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Für das zweite 90er Team ist an diesem Wochenende die Saison zu Ende gegangen. Trotz zweier guter Auswärtsleistungen in Stralsund und Greifswald verfehlte man denkbar knapp den jeweiligen Zusatzpunkt. Mit Rang sechs konnte man aber das Saisonziel Klassenerhalt souverän erreichen.

 

Hansa Stralsund – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5387:5280 Holz, 48:30 EWP)

Beim Ex-Erstligsten zeigten die 90er eine gute Leistung und hielten das Spiel lange Zeit offen. Die Hanseaten gingen durch Joachim Rasch (906) und Torsten Hochmann (896) erwartungsgemäß in Führung. Fehrbellins Startachse Günther Speer und Andreas Schubert hatte 870 und 883 Holz an der Anzeigetafel zu stehen. Damit trennten beide Teams 49 Zähler.

Die Mittelachse der 90er konnte dann die Führung der Hanseaten auf 24 Holz verkürzen. Für den Paukenschlag sorgte 90er Marco Koch, der mit 908 Holz das beste Tagesergebnis erspielte. Und auch die 891 Holz von Partner Tim Ladenthin konnten sich sehen lassen. Die Heimkegler Manfred Dill und Paule Meller hatten 900 und 874 Holz im Spielprotokoll. Der letzte Durchgang ging dann aber an das Heimteam. Andreas Kammann und Christian Ziems erkämpften 906 und 905 Hölzer. Auf 90er Seite kamen Bernd Graf und Ralf Friedrich auf 847 und 881 Holz.

 

SG Greifswald/ Gützkow – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5418:5348 Holz, 48:30 EWP)

Auch beim letzten Spiel fehlten dem 90er Sextett nur eine Handvoll Hölzer zum Gewinn des Zusatzpunktes. Gleich in Runde eins fiel die Bestmarke. 913 und 909 Holz der Heimkegler Stephan Wolfgram und Mathias Pagels bedeuteten wieder einen 49-HolzRückstand für die 90er. Für Fehrbellin kamen Günther Speer und Andreas Schubert auf 872 und 901 Holz.

Wieder zeigte die Mittelachse der 90er eine sehr gute Leistung. Tim Ladenthins 909 Holz sollten Mannschaftsbestleistung werden und Marco Koch brachte 897 Holz in die Wertung. Auf Seiten der Greifswalder hatten Olaf Perkuhn und Rainer Malz 901 und 903 Holz erspielt. Somit war wieder für die 90er der Zusatzpunkt greifbar.

Am Ende sollten die 902 Holz von Ralf Friedrich nicht ganz reichen. Partner Norbert Krämer konnte mit 867 Holz nicht eingreifen. Somit reichten die 907 und 880 Holz von Thomas Holtz und dem Duo Günther Menzlin/ Eckhard Rediske zum Sieg.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 2
Sonntag, 12 Januar 2020 14:11

SV 90 II erstmals mit Dreier im Kreisderby

Nachdem das zweite 90er Team am Samstag beim Auswärtsspiel bei der Zweiten der SpG NKC 72/ Iduna Berlin ohne Punkte nach Hause fahren musste, blieben dann beim dritten Kreisderby gegen den BBC 91 Neuruppin erstmals alle drei Punkte in der Rhinstadt. Als Bonus sind die Fehrbelliner weiter auf der Heimbahn in dieser Spielserie ungeschlagen.

 

NKC/ Iduna Berlin II - SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5356:5293 Holz, 50:28 EWP)

Obwohl der Dreier in der Hauptstadt blieb zeigte das Fehrbelliner Team eine gute Auswärtsleistung. Nach der Startachse blieb man bis auf 20 Holz an den Köpenickern dran. Günther Speer und Marco Koch hatten 887 und 880 Holz im Spielprotokoll. Bei der Heimmannschaft ließen André Gräfe und Lutz Schulze 884 und 903 Holz (Höchstholz) fallen.

In der Mittelachse lieferten sich besonders Stefan Gortner und 90er Ralf Friedrich einen spannenden Kampf. Am Ende hatte der Berliner mit 898 ein Holz mehr als der Rhinstädter, der damit Mannschaftsbester werden sollte. Auch das zweite Duell ging an die Berliner. Florian Sturm gewann gegen 90er Bernd Graf das Spiel mit 882:872. Somit trennten beide Teams vor der Schlussachse 53 Hölzer.

Andreas Krüger (893) und Carsten Sturm (896) brachten dann den Dreier nach Hause. Für Fehrbellin beendeten Michael Nußbaum und Tim Ladenthin das Spiel mit 884 und 873 Holz.

 

SV 90 Fehrbellin II - BBC 91 Neuruppin 3:0 (5218:5142 Holz, 53:25 EWP)

Gleich in Runde eins fielen auf beiden Seiten die besten Ergebnisse. Andreas Schubert spielte alle vier Bahnen konstant durch und sollte mit der Schnapszahl von 888 Hölzer bester Holzsammler des Derbys werden. Auf Seiten der Kreisstädter erkegelte Thomas Gabrysch mit 866 Holz die meisten Kegel. Ihre Mitspieler Günther Speer und Nico Heinzgen ließen 869 und 856 Holz fallen. Damit hatte das Heimteam 35 Holz mehr im Spielbericht.

Auch der 90er Mittelblock gewann seinen Durchgang. Ralf Friedrich wurde mit 871 Holz Durchgangsbester. Michael Nußbaum hatte zwei Holz weniger an der Anzeigetafel zu stehen. Für den BBC 91 kamen Torsten Neumann, er hatte seinen 50. Bundesligaeinsatz, und Axel Fischer auf 861 und 848 Holz. Somit war der Dreier fast schon in der Rhinstadt.

90er Tim Ladenthin konnte mit 865 Holz dann endgültig die Punkte sichern. Nur zwei Hölzer dahinter lag BBCer Axel Wolter, der damit knapp den Neuruppiner Bestwert verfehlte. Und auch Norbert Krämer, der ab 16. Wurf von Marco Koch ersetzt wurde, gewannen ihr Duell gegen Jens Zilm mit 858:848 Holz.

 

Die 90er rangieren nach 10 von 14 Spielen auf dem sechsten Platz. Angesichts der acht Punkte Vorsprung auf den Letzten, die SG Greifswald/ Gützkow, kann der Klassenerhalt bereits am nächsten Spielwochenende gesichert werden. Einen Punkt liegt man nur hinter dem Rivalen aus Neuruppin, der den fünften Platz inne hat.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 2

Der Doppelspieltag nahm für die beiden Bundesligateams des SV 90 Fehrbellin die erwarteten Ausgänge. Das Erstligateam konnte zu Hause alle Spielpunkte gewinnen und ist aus der Meisterrunde kaum noch zu verdrängen. Am nächsten Spieltag geht es dann zweimal in Bundeshauptstadt. Gegner wird dann Neuling NKC/ Iduna sowie einer der Titelanwärter Union sein.

Für das Zweitligateam gab es beim Staffelersten Spandau sowie im Kreisderby bei den Fontanestädtern nichts zu holen. Die Punkte müssen nun am nächsten Spieltag in der Rhinstadt erkämpft werden, um einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt zu machen. Gegner werden der Liganeuling NKC/ Iduna II sowie Tabellenführer Spandau sein.

 

SV 90 Fehrbellin - Hertha BSC Berlin 3:0 (5346:5163 Holz, 55:23 EWP)

Gleich in Runde eins zeigte das 90er Sextett wer Herr im Hause ist. Dirk Sperling, der sein insgesamt 300. Bundesligaspiel bestritt, gelang mit 914 Holz wieder einmal der Tageshöchstwert und Partner Alexander Wolski kam auf 882 Holz. Damit hatte man 84 Holz mehr als die Herthaner Gerhard Omak (867) und Patrick Schneider (845).

Im Mittelblock spielten dann Daniel Neumann/ Dietmar Stoof für die Gastgeber. Dietmar Stoof spielte mit 892 Holz Durchgangsbestwert. Daniel Neumann blieb - sichtlich unzufrieden - bei 871 Holz stehen. Da sich der Berliner Timo Koch mit 885 Holz (Mannschaftsbestwert) mit drei Holz vor Alexander Wolskis Ergebnis schob, hofften die Herthaner noch auf den Zusatzpunkt. Patrick Süßmilch kam hingegen gar nicht zurecht und musste sich mit mageren 841 Holz zufriedengeben.

In der Schlussachse spielten wieder Jonathan Jaeger und Sebastian Krause für das 90er Team. Beide zeigten sehr gute Leistungen und kämpften verbissen um den Durchgangsbestwert. Mit 894 Holz lag am Ende Jonathan Jaeger ein Holz vor Sebastian Krause. Gleichzeitig Rang zwei und drei der Einzelergebnisse. Die 864 und 861 Holz von Norbert Gattner und dem Ex-90er Nico Witter hatten nur Wert für die Statistik.

 

SV 90 Fehrbellin - SV Blau-Weiß 76 Stavenhagen 3:0 (5333:5140 Holz, 54:24 EWP)

Am Sonntag mussten die 90er gegen Stavenhagen ran. Dirk Sperling knackte mit 907 Holz souverän die 900-Holz-Marke. Alexander Wolski fand zu keiner Zeit richtig in den Rhythmus und beendete das Spiel mit 864 Holz. Besser machte es der Stavenhagener Klaus Wermann der im Schlussspurt noch zwei Holz mehr fallen ließ. Sein Mitspieler Dirk Strese hatte 837 Holz in der Wertung.

Die Mittelachse, bestehend aus Daniel Neumann und Dietmar Stoof, lag am Ende vor den Konkurrenten aus der Reuterstadt. Dietmar Stoof (889) wurde wieder Durchgangsbester. Daniel Neumann folgte mit elf Holz weniger. Das blau-weiße Duo Sven Wiesener und Torsten Schwarz hatte 855 beziehungsweise 845 Holz auf dem Wettkampfzettel.

Im Schlussdurchgang zeigte Jonathan Jaeger erneut, dass er sich auf dieser Position sehr wohl fühlt. Mit 896 Holz konnte er sich zum Vortag noch einmal steigern.  Sebastian Krause legte noch eine Schippe mehr drauf und kam mit 899 Holz auf das zweitbeste Tagesergebnis. Ihre Gegner Andreas Huth und Steffen Ast hielten mit 857 und dem Mannschaftsbestwert von 880 Holz aber gut dagegen.  Lohn waren immerhin 24 Punkte in der Einzelwertung, was die Gäste angesichts der Vorjahresergebnisse einigermaßen zufrieden stimmte.

 

SG Spandau – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5858:5650 Holz, 56:22 EWP)

Fehrbellin II musste beim Staffelersten antreten. Obwohl die 90er Startachse Günther Speer und Ralf Friedrich mit 935 und 924 Holz sehr hohe Holzzahlen erkämpften, konnte man die Startachse der Randberliner nicht halten. Mit 994 Holz bei 120 Würfen blieb Sebastian Kurzer nur sechs Holz unter der Tausendermarke. Partner Sascha Wichmann hatte 972 Holz im Wettkampfprotokoll zu stehen. Somit lagen beide Teams 107 Holz auseinander.

In Runde zwei lieferten sich 90er Marco Koch und der Spandauer Thorsten Krohn ein Duell auf Augenhöhe. Am Ende hatte der Fehrbelliner mit 967 Holz ein Holz mehr als sein Gegner. Es sollte der einzige Lichtblick für die „Zweite“ sein. Das andere Duell ging dann klar an die Heimmannschaft. Daniel Steinke kam auf 975 Holz, Fehrbellins Bernd Graf auf 903 Hölzer.

Auch in der letzten Runde hatte der Tabellenführer wieder um ein paar Hölzer die Nase vorne und sorgte dafür, dass der Dreier souverän in der Bundeshauptstadt blieb. Die Spandauer Achse Stefan Pietsch und Oliver Peitz ließ 969 und 982 Holz fallen, bei den 90ern kamen Michael Nußbaum und Norbert Krämer auf sehr respektable 957 und 964 Holz. Die Spandauer waren an diesem Tag einfach grandios aufgelegt, sodass die teilweise guten Ergebnisse der Rhinstädter nicht in zählbares umgewandelt werden konnten.

 

BBC 91 Neuruppin – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5493:5214 Holz, 57:21 EWP)

Die BBCer Thomas Gabrysch (907) und Nico Heinzgen (926) brachten ihr Team mit 49 Holz in Führung. Auf Seiten der Fehrbelliner spielten Günther Speer (875) und Andreas Schubert (889/ Mannschafstbestwert) an. Auch im Mittelblock mussten die Gäste die Überlegenheit des BBC 91 anerkennen. Axel Fischer und Thomas Protz erspielten mit 938 und 928 Holz neue Höchstwerte. Ralf Friedrich und Bernd Graf kamen auf 866 und 838 Holz.

Somit war der letzte Durchgang eigentlich nur noch Formsache. Ziel der beiden Kreisstädter Axel Wolter und Jens Zilm war es, sich ebenfalls vor die Gastergebnissen zu setzen. Michael Nußbaum und Norbert Krämer wollten dies natürlich verhindern – allerdings ohne Erfolg. Norbert Krämer und Michael Nußbaum ließen 860 und 886 Holz fallen. Axel Wolter und Jens Zilm kamen auf 894 und 900 Holz. Es war also wie gewohnt nichts beim Kreiskonkurrenten zu holen. Zu unterschiedlich sind die Eigenschaften der beiden Heimbahnen und somit der Wurfanlagen.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
Donnerstag, 24 Oktober 2019 10:58

Heimserie fortsetzen, Tabellenspitze behaupten

An diesem Wochenende gehen die Herren des SV 90 Fehrbellin in der 1. Kegel-Bundesliga erstmals in dieser Saison als Tabellenführer auf die Bahnen an der Luchstraße. Gespielt wird der dritte Doppelspieltag der Vorrunde in der Staffel 2. Die 90er wollen ihre beeindruckende Heimserie von 53 Spielen ohne Punktverlust fortsetzen und damit die Tabellenführung in der Staffel 2 behalten. Im Oktober 2014 waren es die Rivalen Hannover, die letztmalig einen Zähler aus Fehrbellin entführen konnten. Doch die Serie wackelte zuletzt. Dank Jonathan Jaeger in blendender Verfassung ging jedoch alles gut.

 

SV 90 Fehrbellin - Hertha BSC Berlin (Samstag, 26.10.2019, 13:00 Uhr)

Zurzeit steht der Hauptstadtclub auf dem begehrten vierten Tabellenrang. Dieser würde noch für das Erreichen der Meisterrunde reichen, wenn man nach der Vorrunde auf die besten vier Mannschaften aus der anderen Staffel trifft. Die 90er streben natürlich einen Dreier an, hoffen aber auch, dass der Hauptstadtclub die Meisterrunde erreicht. Grund ist folgender: Bei den Herthaner gelang dem 90er Sextett vor sechs Wochen ein Dreier - zurzeit der einzige Auswärtssieg beider Staffeln überhaupt. Sollten die Berliner mit in die Meisterrunde einziehen, dann würden die 90er die drei Punkte in die Meisterrunde mitnehmen. Kommen die Herthaner in die Platzierungsrunde, dann ist der Dreier aus der Wertung.

„Wir werden nichts herschenken, allein schon aus Gründen der sportlichen Fairness. Unser Ziel muss sein, in jedem Spiel die maximale Punktzahl einzufahren. Rechenspiele können andere betreiben, wir müssen uns auf unsere Leistung konzentrieren.“, schiebt Sebastian Krause den Spekulationen um einen taktischen Punktverlust gegen die Hertha einen Riegel vor. Gleichzeitig erinnert er damit an die letzten beiden Heimauftritte, als man die Sicherheit aus den Vorjahren auf den eigenen Bahnen vermissen ließ. „Allerdings ist es auch ganz normal, dass man zu Saisonbeginn zu Hause erst einmal wieder in Tritt kommen muss. Über den Sommer ändert sich immer einiges und nicht jeder trainiert im Sommer voll. Ich glaube, am kommenden Wochenende werden wir wieder ein anderes Gesicht des SV 90 sehen.“, fügt der Europacupsieger von 2012 selbstbewusst an.

Die Gäste reisen wieder mit namhaften Spielern an. Norbert Gattner, Marc Süßmilch und Timo Koch trugen bereits das Nationaltrikot. Vor vier Wochen konnte der amtierende deutsche Juniorenmeister Timo Koch zudem beim Nationencup im dänischen Fredericia die Bronzemedaille erkämpfen. Auch Patrick Schneider zeigt sich derzeit in guter Form und Nico Witter konnte am letzten Spieltag erstmals Mannschaftsbestwert spielen, seit er vor gut einem Jahr an die Spree wechselte. Der Ex-90er hat sich allerdings mit der Anlage in Fehrbellin nie so wirklich anfreunden können. Im vergangenen Jahr gewann Fehrbellin zwar klar und auch in der Unterwertung gab es nur 24 Zähler für die Berliner. Doch Timo Koch (902) und Patrick Schneider (894) zeigten zwei der besten Leistungen aller Gastmannschaften in Fehrbellin.

Bei den beiden bisherigen Auswärtspartien konnten die Herthaner jeweils den Zusatzpunkt erkämpfen. Eine Durchschnittsleistung der 90er wird wohl diesmal nicht ausreichen, um weiterhin auf der Heimbahn die weiße Weste zu behalten. Mit Hertha BSC kommt das wohl gefährlichste Auswärtsteam der Staffel 2 in die Rhinstadt.  

 

SV 90 Fehrbellin - SV Blau-Weiß Stavenhagen (Sonntag, 27.10.2019, 10:00 Uhr)

Am Sonntag kommt der Gegner aus Mecklenburg-Vorpommern. Der SV Blau-Weiß Stavenhagen steht zurzeit auf dem sechsten Rang in der Tabelle. Auch wenn der Kader, verglichen mit anderen Erstligisten, vielleicht nicht ganz so sehr mit Topspielern bestückt ist, sollte auch dieser Gegner nicht unterschätzt werden. Mit Steffen Ast, Klaus Wermann und Sven Wiesener sind nur einige Namen genannt, die auch bei den ganz großen mitmischen können. Und das Tempo der Fehrbelliner Bahn liegt den Mecklenburgern vielleicht wie keinem zweiten Team in der Liga.

Im März gelangen den Mecklenburgern immerhin 27 EWP und damit mehr, als dem deutschen Meister aus Kiel. Auch, wenn das Spiel mit über 100 Holz an die Hausherren ging, konnten Steffen Ast (897) und Torsten Schwarz (890) mit Ergebnissen aufwarten, an die das halbe 90er Team derzeit nicht heran kommt.

 

Vor dem Spieltag gibt es noch ein paar offene Fragen beim 90er Kader. Benjamin Münchow befindet sich weiterhin im Urlaub und Kapitän Dirk Sperling kämpft immer noch mit seiner Fußverletzung. Auch bei den beiden Dienstältesten Dietmar Stoof und Daniel Neumann tritt immer wieder das eine oder andere Wehwehchen auf. Für alle drei gilt jedoch derzeit: ein Einsatz ist wohl nicht in Gefahr. Alexander Wolski will sich indessen aus dem eigenen Formtief herausarbeiten.

Doch es gibt eine weitere Unbekannte: Die eigene Bahnanlage hat durch die Heizperiode so ihre Tücken. So wird man erst bei den Trainingseinheiten am Freitagabend beziehungsweise Samstagvormittag wissen, welcher Wurf den Erfolg bringen wird.

 

Zweite Mannschaft vor schweren Auswärtsbrocken

Das zweite SV 90-Team muss, wie am letzten Doppelspieltag, in der Fremde antreten. Hatte man bereits am letzten Doppelspieltag starke Heimteams als Gegner, wird es diesmal nicht einfacher. Am Samstag (Spielbeginn 13 Uhr) reist man Richtung Spandau. Die Randberliner führen derzeit die Tabelle an. Sonntag folgt dann ab 10 Uhr das Kreisderby gegen den BBC 91 Neuruppin auf der Kegelbahn am Rheinsberger Tor.  Auch hier sind die Kreisstädter klarer Favorit.

Am Vortag muss der BBC, wie die 90er, ebenfalls Richtung Bundeshauptstadt reisen. Gegner des BBC ist Neuling NKC Berlin II. Die 90er hoffen hier auf Schrittmacherdienste des Kreisrivalen. Punktverluste des Hauptstadtclubs würden natürlich den Rhinstädtern im Kampf um den Klassenerhalt in die Karten spielen. Im 90er Aufgebot wird man an diesem Wochenende höchstwahrscheinlich aus privaten Gründen auf Marco Koch und Günther Speer verzichten müssen.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
Dienstag, 30 Oktober 2018 13:28

In der Altmark war nichts zu holen

Ohne Punkte musste der SV 90 Fehrbellin II die Heimreise am Sonntag in der Staffel Süd/ Ost der 2. Kegelbundesliga antreten. Nach acht Spieltagen ist man nun Schlusslicht. Bis zum rettenden Ufer sind es aber nur drei Punkte. Auch am nächsten Doppelspieltag muss man in der Fremde antreten. Dann geht es zweimal Richtung Hauptstadt, zum Aufsteiger Union Oberschöneweide III sowie Staffelfavoriten NKC 72 Berlin.

SV Binde – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5381:5218 Holz, 57:21 EWP)

Nach Runde eins lagen die Hausherren mit 22 Holz In Führung. Burkhard Thiede und Jochen Bauer erspielten 898 und 891 Hölzer. Fehrbellin hatte mit Günther Speer, der 884 Holz erkämpfte, seinen Mannschaftsbesten auf der Bahn. Partner Ralf Friedrich kam mit elf Holz weniger von der Bahn. Nach Runde zwei wuchs der Vorsprung auf 78 Hölzer an. Mit Richard Albrecht (899) und Carlo Thiede (889) hatte man wieder die Durchgangsbesten. Auf Fehrbelliner Seite beendeten Markus Ringgenberg und Michael Nußbaum ihr Spiel mit 877 und 865 Holz. Im letzten Durchgang fiel dann durch den Binder Alf Schernikau (914) der Tagesbestwert. Partner Wolfgang Behrens ließ ebenfalls sehr gute 890 Kegel fallen. Die 853 beziehungsweise 866 Holz von den beiden 90ern Norbert Krämer und Marco Koch hatten nur noch Wert für die Freunde der Statistik.

Stendaler KC – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5605 : 5432 Holz, 52:26 EWP)

Nach Runde eins trennten beide Teams gerade einmal drei Hölzer. Die Gastgeber begannen mit 898 von Michael Engel und 960 Holz (Höchstholz) von Karsten Soisson. Auch auf Rhinstädter fiel wie am Vortag gleich die Bestleistung. Youngster Markus Ringgenberg hatte 929 Holz im Spielbericht und Marco Koch kam auf 919 Holz. In Runde zwei setzten sich die Stendaler aber ab. Karsten Zimmermann und Tom Matysiak brachten ihr Team mit 943 und 916 Holz auf die Siegerstraße. Fehrbellins Mittelachse Ralf Friedrich und Günther Speer kam auf 892 und 883 Hölzer. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Die Hausherren zeigten auch in der letzten Runde, wer Herr im Hause ist. Mit 951 und 937 Holz sorgten sie für den klaren Dreier. Auf Gästeseite beendeten Michael Nußbaum und Norbert Krämer den Spieltag mit 896 und 913 Holz.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 2

1. Bundesliga:

Am kommenden Wochenende fällt der Startschuss in der ersten und zweiten Bundesliga im Bohlekegeln. Drei Ruppiner Herren- Teams kämpfen um die Bundesligapunkte. Nachdem im Vorjahr den Mannen um Kapitän Dirk Sperling nach 22 Spieltagen nur acht Hölzer zum zweiten Titelgewinn nach 2010 fehlten und man somit „nur“ zum sechsten Male die deutsche Vizemeisterschaft gewann, will man auch in dieser Serie wieder Dauermeister Kiel den Kampf ansagen. Diese wollen natürlich ihren neunten Titel in Folge erringen. Besonders 90er Peter Wolski hofft, dass in seiner 25. Saison als Sektionsleiter den Rhinstädtern vielleicht der zweite deutsche Meistertitel gelingt.

Neu im Aufgebot des deutschen Vizemeisters ist Jonathan Jaeger (Neu-Plötzin). Der amtierende deutsche Juniorenmeister wird den Platz von Nico Witter einnehmen, der zum Ligakonkurrenten Hertha BSC wechselte.

 

Bundesligaspielleiter Erich Moldenhauer (Magdeburg) hat dem 90er Sextett in der deutschen Eliteliga einen Hammerauftakt beschert.  Gleich am ersten Doppelspieltag kommt es zum Aufeinandertreffen der besten zwei deutschen Bohlemannschaften des letzten Jahrzehnts. Die Rhinstädter reisen am Samstag Richtung Ostsee und müssen bei Meister ETV/ Phönix Kiel antreten.

Elfmal war man Gast in der Kieler Halle, nur einmal gelang hier der Gewinn des Zusatzpunktes. Obwohl die Erfolgsaussichten nur gering sind, will man  den Dreier nicht kampflos übergeben. An den Gerüchten, nach denen Routinier René Richter die Kegelschuhe an den Nagel hängen wollte, ist wohl nicht viel dran. Dennoch wartet auch Kiel mit einem jungen Neuzugang auf. Juniorenspieler Felix Grill streift ab der neuen Saison das Trikot der Ellerbeker über. Er kam im Sommer von Blau-Weiß Stavenhagen, wo er allerdings über eine Reservistenrolle nicht hinaus kam.

Nach Spielende geht es dann Richtung Oldenburg, wo man am Sonntag gastiert. Der KSK Oldenburg/ Holstein gehört ebenfalls zu den heimstärksten Mannschaften in der 1. Bundesliga. Als Tabellenfünfter des Vorjahres fehlten den Holsteinern nur zwei Zähler zum Podestplatz. Der Gewinn des Zusatzpunktes wäre auch hier schon ein großer Erfolg. Im letzten Jahr fehlte nur ein Holz. Schmerzlich vermissen werden die Nordost-Holsteiner Jörg Vogelmann. Der Leistungsträger kann aus gesundheitlichen Gründen derzeit nicht mehr mitwirken. Ob er überhaupt je wieder eine Kugel anfassen kann, ist ungewiss.

 

2. Bundesliga 

Die beiden Ruppiner Teams BBC 91 Neuruppin und SV 90 Fehrbellin II sind in diesem Jahr Doppelpartner und gehen mit zwei Heimspielen in die neue Saison der 2. Bundesliga Süd-Ost. Gegner am ersten Wochenende sind die beiden Aufsteiger 1. KSV Vetschau und der KC Rot-Weiß Seyda (Sachsen-Anhalt).

Die Kreisstädter, in der letzten Saison Siebenter, empfangen am Samstag ab 13 Uhr die Kegler aus Seyda und am Sonntag um 10 Uhr das Team aus Vetschau. Nachdem man im letzten Jahr durch Spielerausfälle kaum mit dem Stammsechser antreten konnte, hofft man in dieser Saison, wieder in der Tabelle weiter vorne zu landen. Vielleicht kann man sogar an die Medaillenplätzen heran kommen.

Die Herren II des SV 90 Fehrbellin gehen in ihre zweite Saison in dieser Spielklasse. Nach dem holprigen Start konnte man sich in der Vorsaison immer besser auf Bahn und Gegner einstellen und sich mit Rang zehn den Klassenerhalt sichern. Zum Saisonauftakt hat man in der Halle gleich ein Brandenburg-Derby. Gegner sind die Vetschauer, die erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in die Bundesliga aufstiegen. Gegen die Kegler aus Oberspreewald-Lausitz spielte man vor zwei Jahren noch in der Landesliga um die Hölzer. Somit ist die Fehrbelliner Bahn für die Gäste keine Unbekannte. Anders ist das am Sonntag, die Kegler von Rot-Weiß-Seyda werden erstmals in der Rhinstadt ihre Visitenkarte abgeben. Obwohl die Mannen um Kapitän Norbert Krämer am Samstag auf 90er Markus Ringgenberg verzichten müssen, heißt das Ziel für beide Ruppiner Teams, beim Heimspielwochenende mit einem Sechserpack in die neue Saison zu starten.

 

Die Kader:

SV 90 Fehrbellin I:

Dietmar Stoof (426 BL-Einsätze / 137 Hennigsdorf/ 165 Seedorf/ 124 Fehrbellin)

Daniel Neumann (344 / 302 Union Oberschöneweide/ 42 Fehrbellin)

Alexander Wolski (282)

Dirk Sperling (273 / 77 Seedorf/ 196 Fehrbellin)

Sebastian Krause (264)

Benjamin Münchow (157)

Jonathan Jaeger (0)

 

SV 90 Fehrbellin II:

Michael Nußbaum (83)

Norbert Krämer (59)

Andreas Schubert (26)

Ralf Friedrich (25)

Markus Ringgenberg (23)

Marko Koch (22)

Günther Speer (4)

Bernd Graf (3)

Tim Ladenthin (2)

Jürgen Rothe (2)

Bernd Bujack (2)

 

BBC 91 Neuruppin:

Thomas Protz (88)

Nico Heinzgen (87)

Thomas Gabrysch (87)

Jens Zilm (80)

Axel Fischer (75)

Torsten Neumann (44)

Axel Wolter (42)

Bernd Klatt (15)

Frank Pabst (6)

Marc Pöthke (2)

Karsten Rosenberg (2)

Karsten Blumenthal (1)

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1

Das Bundesligafinale in der ersten und zweiten Bundesliga war für die Kegler des SV 90 Fehrbellin ein wahrer Kegelkrimi. Vor dem letzten Doppelspieltag ging es für die Erste noch um den deutschen Meistertitel und bei der Zweiten um den Klassenerhalt. Erst nach dem letzten Bahnwechsel nach insgesamt 22 Spieltagen war der Titelkampf entschieden. Nach 720 Würfen fehlten dem Fehrbelliner Team beim Derby in Seedorf ganze acht Hölzer zum angestrebten zweiten Titelgewinn. Somit konnte Titelverteidiger Kiel seine Siegesserie mit dem achten Titelgewinn in Folge fortsetzen.

Nach kurzer Enttäuschung - Fehrbellin gewann zum sechsten Male die deutsche Vizemeisterschaft - lobte 90er Sektionsleiter Peter Wolski vor der Siegerehrung sein Team: „Zehn Mannschaften in der deutschen Eliteliga wären jetzt gerne an eurer Stelle. Ihr habt eine Topsaison gespielt.“ In Zahlen heißt das:  Man hatte einen Punkt mehr auf der Habenseite, als im Meisterjahr. In der kleinen Wertung, was im Fußball das Torverhältnis ist, hatte man 22 Zähler mehr, als die Kieler. In sechs der elf Auswärtsspiele erzielte man das beste Gästeergebnis. Trotzdem wurde diese Leistung nicht immer belohnt. In Oldenburg fehlte zweimal jeweils ein Holz zum Zusatzpunkt. Bei Hertha BSC und in Ilsenburg fehlten 12 beziehungsweise 13 Hölzer zum Dreier. Am engsten war es dann beim Brandenburg-Derby, als beide Teams ganze acht Holz trennten.

Auch die Zweite kann auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Erst einmal musste man sich mit den neuen Gegebenheiten anfreunden. Spielte man eine Liga tiefer acht Turniere, hatte man nun 22 Spieltage, also fast das Dreifache an Wettkämpfen. Hinzu kam, dass in der Zweitliga auch ein anderer Wind weht.  Nach dem holprigen Start konnte sich das Team im Laufe der Spielserie von Spiel zu Spiel steigern. Gerade in den letzten Spielen holte man die wichtigen Zähler und konnte somit beim Bundesligafinale aus eigener Kraft den Klassenerhalt souverän erkämpfen. Damit blieb man als einziger Aufsteiger Zweitligist. EBT Berlin und Parchim müssen die Liga nach nur einem Jahr wieder verlassen.

 

KC Einheit 95 Schwerin – SV 90 Fehrbellin 0:3 (5331:5364 Holz, 35:43 EWP)

Mit zwei Punkten Rückstand auf Meister Kiel reisten die Rhinstädter Richtung Schwerin. Nur ein Dreier hielt den Titeltraum am Leben. Beim Einspielen gab es dann für beide Teams erst einmal ein Handicap: Bahn 4 fiel aus technischen Gründen aus. Nach kurzer Diskussion wurde einstimmig entschieden, Bahn 5 als Ersatz zu nehmen. Wieder musste man sich einspielen und das Spiel begann mit einer halbstündigen Verspätung.

Die Fehrbelliner Startachse zeigte sich von den Widrigkeiten unbeeindruckt. Sebastian Krause und Daniel Neumann erkämpften mit 910 und 906 Holz die besten Tagesergebnisse. Ihr Gegner hielten aber gut dagegen. Falko Wachholz sollte mit 904 Holz bester Heimspieler werden. Reinhard Dallmann folgte mit zehn Holz weniger.

Damit ging die Fehrbelliner Mittelachse Nico Witter und Dietmar Stoof mit einer 18-Holz-Führung ins Rennen. Nico Witter konnte seinem Gegenspieler Steffen Mathia trotz mäßiger Leistung (864 Holz) weitere 14 Holz abnehmen. Dietmar Stoof verlor sein Spiel nur knapp mit 893: 886 Holz. Somit stand es vor dem letzten Block 3566:3541 Holz für die Gäste.

Die Schweriner Holger Trojahn und Michael Heerkloß wollten nun die drohende Niederlage abwenden, Alexander Wolski und Dirk Sperling dagegen im neunten Spiel in Schwerin den dritten Dreier erkegeln. Am Ende lagen beide 90er vorne. Dirk Sperling gewann gegen Heerkloß mit 904: 901 Holz. Alexander Wolski gegen Trojahn mit 894: 889 Holz. Damit fuhr man einen klaren Auswärtssieg ein und blieb weiter im Meisterrennen.

Leider gab es aus der Hauptstadt keine Schützenhilfe. Hertha BSC verlor sein Spiel gegen Kiel mit 12 Hölzern. Der Zweipunktevorsprung für die Schleswig-Holsteiner blieb unverändert. Damit war klar, dass die 90er nur mit einem Dreier im Brandenburg-Derby Meister werden können – eine Mammutaufgabe.

 

SVL Seedorf v. 1919 – SV 90 Fehrbellin 2:1 (5478:5470 Holz, 42: 36 EWP)

Das Brandenburg-Derby sollte zeigen, wie spannend und attraktiv der Kegelsport sein kann. Bereits im ersten Durchgang sahen alle Gäste ein Spiel auf höchstem Niveau. Fehrbellin brauchte den Sieg, die Heimkegler wollten die Spielserie nicht mit einer Heimniederlage beenden. Zeitgleich spielte Kiel in Berlin gegen Union Oberschöneweide. 90er Kapitän Dirk Sperling und Daniel Neumann spielten in der Startachse gegen Seedorfs Kapitän Frank Wilke und Hans Fulczynski. Auf beiden Seiten wurde jedes Holz bejubelt. Am Ende lag das 90er Duo mit fünf Holz vorne. Dirk Sperlings 927 Holz sollten Tageshöchstholz werden. Seedorfs Frank Wilke ließ 916 Holz fallen, Partner Hans Fulczynski hatte ein Holz mehr an der Anzeigetafel. Mit 911 Holz konnte auch Daniel Neumann überzeugen. Zur gleichen Zeit konnte man auf dem Liveticker sehen: Fehrbellin lag in der virtuellen Tabelle vor Kiel, da Union gegen den Meister führte.

Im Mittelblock spielten wieder Nico Witte und Dietmar Stoof für die 90er. Für Seedorf spielten Mathias Metzdorf und Rainer Pagels. Nico Witter konnte in seinem Abschiedsspiel – er wird ja im kommenden Jahr für Hertha BSC Berlin auf Holzjagd gehen - lange Zeit an Mathias Metzdorf dran bleiben, dann zeigte aber der Ex-Fehrbelliner, dass er zurzeit auf der Seedorfer Bahn der beste Heimkegler ist. Mit 927 Holz stellte er den Tageshöchstwert ein. Nico Witter knackte mit 903 Holz ebenfalls die magische 900-Holzgrenze.

90er Dietmar Stoof fand an diesem Tag keine Einstellung zur Bahn. Nach 60 Wurf entschloss man sich zum Wechsel. Nun sollte Benjamin Münchow den Rückstand auf Rainer Pagels verkürzen. Der 90er kam gleich ins Spiel und bot eine Topleistung, holte Holz für Holz auf. Nun wurde der Seedorfer nervös und leistete sich einige Fehlhölzer. Nach drei Bahnen wechselte man Sebastian Rönning ein. Auch er machte seine Sache gut. Trotzdem ging dieses Duell mit 900. 896 Holz an die Gäste. Damit lagen nun die Hausherren mit 15 Holz vorne. Nun hatte natürlich Kiel wieder die Nase vorn. Doch es war klar: Kiel wird nicht in Berlin gewinnen. Mit einem Sieg wäre der Traum vom zweiten Titelgewinn also wirklich noch wahrgeworden.

Der letzte Durchgang der Spielserie musste nun um Gold entscheiden. Die Spannung war der ganzen Halle anzumerken. Das 90er Duo Sebastian Krause/ Alexander Wolski wollte das Spiel noch drehen, gegen Max Jannasch und Norbert Witzel eine schwere Aufgabe. Im Laufe des Spieles holte das Fehrbelliner Gespann Holz für Holz auf. Vor der letzten Bahn lag man sogar mit acht Holz in Front und war auf Meisterkurs. Die beiden Heimkegler hatten dann aber die besseren Bahnen und drehten den Spieß wieder um. Die 90er Schlussachse Sebastian Krause (916) und Alexander Wolski (913) gewannen zwar den Durchgang gegen Norbert Witzel (916) und Max Jannasch (906), aber in der Gesamtholzzahl lagen die Prignitzer mit acht Holz vorne.

Trotz Saisonbestleistung einer Gastmannschaft in Seedorf reichte es somit nur für den Zusatzpunkt. Zeitgleich stand auf dem Liveticker, dass Kiel ohne Punkt bei Union blieb. Ein Holzgleichstand hätte also genügt. 22 Spieltage – 15.840 Kugeln – 8 Holz. Ein Wimpernschlag. Bitter.

 

SV 90 Fehrbellin II - Empor Brandenburger Tor 3:0 (5308:5168 Holz, 53:25 EWP)

Für beide Teams ging es in diesem Spiel um alles, da beide punktgleich auf Rang elf lagen. Pasewalk stand bereits als Absteiger fest. Die 90er hatten durch den Heimvorteil die besseren Karten. Nun war nur Nervenstärke gefragt. Und die 90er hatten ihre Nerven im Griff.

Markus Ringgenberg knackte mit 909 Holz wieder einmal die 900-Holzmarke und wurde bester Holzsammler. Andreas Schubert folgte mit 879 Holz. Da beide Berliner, Sven Kujath (840) und Karsten Lange (866) unter den Heimergebnissen blieben, hatte man eine klare 82-Holz-Führung.

Auch im Mittelblock ließen beide 90er nichts anbrennen. Ralf Friedrich wurde mit 887 Holz Durchgangsbester. Marco Koch ließ 868 Holz fallen. Ebenfalls diese Holzzahl hatte Gästekegler Torsten Gerrasch an der Anzeigetafel. Partner Sebastian Schmidt hatte sechs Holz weniger im Spielprotokoll. Somit war das Spiel bereits vor der Schlussachse für die Hausherren entschieden.

EBT-Spieler Christoph Buß gelang mit 883 Holz zwar der Mannschaftsbestwert, aber Durchgangsbester wurde Norbert Krämer mit einem Holz mehr. Partner Michael Nußbaum folgte mit ebenfalls guten 881 Holz. Die 849 Holz von EBT-Spieler Karl-Heinz Krüger hatten nur noch statistischen Wert. Somit war der Klassenerhalt den 90er kaum noch zu nehmen.

 

SV 90 Fehrbellin II - NKC 72 Berlin 3:0 (5311:5222 Holz, 56:22 EWP)

Die Gäste reisten als Tabellenführer an, und wollten Platz eins verteidigen, um in der nächsten Spielserie in der ersten Liga zu spielen. Die Spielgemeinschaft Michendorf/ Seddin hoffte wiederum auf Schützenhilfe der Rhinstädter. Am Ende wurde das Spiel eine klare Angelegenheit für die Hausherren.

Nach Runde eins lagen die Hausherren mit 23 Holz vorne. Markus Ringgenberg und Andreas Schubert erspielten 898 und 876 Holz. Auf Gästeseite kamen Thomas Pietsch und Benjamin Rudolphf mit 877 und 874 Hölzern auf die besten Ergebnisse der Berliner.

Im Mittelblock lagen dann sogar beide 90er vorne. Marco Koch und Ralf Friedrich ließen 888 und 883 Holz fallen, Dirk Wege und Sebastian Rudolphf blieben mit 869 und 865 Holz weit zurück.

Fehrbellins Schlussachse Michael Nußbaum/ Norbert Krämer ließ dann im letzten Block mit 884 und 882 Holz nichts mehr anbrennen. Die Gästeergebnisse von Matthias Scheel und Jörg Glöde reichten mit 870 und 867 Holz an diesem Tage nicht, um Einzelpunkte gut zu machen. Der Dreier blieb somit in der Rhinstadt und bei Michendorf/ Seddin wurde der Erstligaufstieg gefeiert.

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Donnerstag, 22 Februar 2018 19:12

Erst beim Aufsteiger, dann das Derby

Zweitliganeuling SV 90 Fehrbellin II reist am Samstag zum Aufsteigerduell nach Pasewalk. Die Mecklenburger stehen am Ende der Tabelle, haben aber ihren schlechten Saisonstart überwunden und zeigten in den letzten Spielen, dass sie durchaus in dieser Liga mithalten können. So kam man gerade auf der Heimbahn zu mehren Achtungserfolgen. Fehrbellin will natürlich den Zusatzpunkt ergattern, um den Abstand zu Rang elf weiter zu vergrößern. Der ärgste Rivale um den Klassenerhalt, Empor Brandenburger Tor, spielt ebenfalls in der Fremde (Binde, Stendal). Und auch Union Oberschöneweide II hat den Klassenerhalt noch nicht sicher. Sie spielen zu Hause gegen die beiden Spandauer Teams.

Am Sonntag kommt es dann ab 10 Uhr auf der Bahnanlage am Rheinsberger Tor zum Ruppiner Duell gegen den BBC 91 Neuruppin. 12,93 km Luftlinie liegen die Kegelbahnen beider Clubs auseinander. Viele schlachten schlugen beide Teams in den vergangenen Jahrzehnten gegen einander. Und nicht immer ging es so freundschaftlich zu, wie in der vielleicht erfolgreichsten Ära beider Clubs. Die Bilanz lässt sich nur erahnen, könnte aber leicht zu Gunsten der Kreisstädter ausschlagen.

In der Bundesliga ist es erst das zweite Aufeinandertreffen. Die Fontanestädter gehen als klarer Favorit in dieses Spiel. Zudem konnte man schon in Fehrbellin den Zusatzpunkt gewinnen. Aber Derbys halten ja immer wieder die eine oder andere Überraschung bereit. Darauf hoffen die Männer um Norbert Krämer und Youngster Markus Ringgenberg. Der Liganeuling will auf der nicht unbekannten Bahnanlage keinesfalls kampflos die Punkte hergeben.

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Vor der Auswärtspartie beim amtierenden Deutschen Meister, SG ETV/ Phönix Kiel, liegen die Bundesligakegler des SV 90 Fehrbellin auf Rang eins in der Tabelle. Dies kann sich am Samstag jedoch mit einem Kieler Heimsieg ändern. Sollten die 90er nicht den angestrebten Zusatzpunkt erkämpfen, ziehen die Kieler am Sechser vom Rhin vorbei. Und auch die Aufgabe, die der SV 90 am Sonntag vor der Brust hat, ist nicht einfacher. Beim KSK Oldenburg im Norden Schleswig Holsteins konnte man in drei Anläufen noch keinen Punktgewinn verzeichnen.

Trotz des drohenden Verlusts der Spitzenposition gehen die 90er gelassen in die Partien. „Wir stehen im Moment gut da und haben zwei Punkte mehr, als Kiel. Sollten wir dort punkten, zählt das doppelt. Das weiß auch Kiel.“, schiebt Sebastian Krause den Druck an die Förde. „Kiel muss liefern und den Dreier holen. Wir wissen, was wir auf der Anlage können. Für einen Punkt sind wir immer gut.“, gibt sich Krause optimistisch für den zweiten Punktgewinn im elften Spiel im Kieler ETV-Heim.

Der Sonntagsgegner KSK Oldenburg/ Holstein ist hingegen so etwas wie der Angstgegner der Rhinstädter. Das Team um die Topspieler Jan und Marc Stender machte den 90ern in den bisherigen drei Gastauftritten das Leben schwer. Dennoch war man im Vorjahr knapp am Zusatzpunkt dran. Das will man in diesem Jahr besser machen. „Zu Saisonbeginn waren wir mental zur Stelle, wenn der Gegner wackelte. Dies haben wir zuletzt etwas vermissen lassen“, so Krause, „wir müssen wieder so giftig sein, wie am Anfang!“

Fehlen wird den 90ern Routinier Dietmar Stoof. Er sorgte in dieser Spielzeit vor allem zu Hause für viel Furore, rief aber auch auswärts meist gute Leistungen ab. Aus persönlichen Gründen kann er die Reise in den hohen Norden nicht antreten. Die Chance für den sehr mannschaftsdienlich agierenden Nico Witter, sein Können unter Beweis zu stellen. Kapitän Dirk Sperling ist guter Dinge: „Wir wissen, was Nico kann. In dieser Saison klemmt es bei ihm noch ein wenig. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis bei ihm der Knoten platzt.“ Witter kam bereits

 

 

Zweitligist glaubt an Klassenerhalt

 

Zweitliganeuling SV 90 Fehrbellin II hat zweimal Heimrecht. Nach dem Dreier im Brandenburg-Derby liegt man erstmals auf einem Nichtabstiegsplatz (9.). Der Vorsprung auf einen Anstiegsplatz beträgt jedoch nur einen mageren Punkt.

 Am Samstag um 13 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr sind erstmals der SV Binde und der Stendaler KC in der Rhinstadt zu Gast. Zielstellung für das Fehrbelliner Sextett ist jeweils der Dreier. Dafür wird eine geschlossene Mannschaftsleistung nötig sein. Zudem muss man sehen, wie die Gästeteams mit der 90er Bahnanlage klar kommen. In der Tabelle liegen Binde und Stendal mit Rang acht und fünf im sicheren Mittelfeld. Wie immer hofft der SV 90 II auf die Unterstützung der Ruppiner Kegelfans.

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Donnerstag, 25 Januar 2018 19:33

Wechselspieltag in der Bundesliga

An diesem Wochenende finden in den Bohle-Bundesligen der Herren die Wechselspieltage statt. Der Tabellenführer, SV 90 Fehrbellin trifft zweimal auf den KSC Ilsenburg. Die Harzer sind Liganeuling und liegen auf dem elften Platz. Für das 90er Sextett heißt das Ziel, in beiden Partien den Dreier zu erkämpfen.

Doch Sektionsleiter Peter Wolski warnt schon im Vorfeld, den Gegner nicht zu unterschätzen: „Bereits gegen den zweiten Neuling Schwerin Mitte November konnten wir erst mit dem letzten Wurf alle drei Punkte zu Hause behalten. Nur wenn alle sechs ihre Leistungen abrufen, werden wir unsere makellose Heimbilanz fortsetzen können.“ Um 13 Uhr erfolgen die ersten Würfe auf der Bahnanlage in der Luchstraße.

Nach Spielschluss muss dann gleich die Sporttasche gepackt werden. Es geht direkt in das 280 Kilometer entfernte Ilsenburg, wo dann am Sonntagvormittag das Rückspiel steigen wird. Die Harzer dürfen sich zu Hause eigentlich keinen Punktverlust mehr leisten, will man weiter Erstligist bleiben. Der KSC Ilsenburg trägt seine Heimspiele seit dieser Saison im nahe gelegenen Derenburg aus. Für die Mannen um Kapitän Dirk Sperling ist die Bahnanlage Neuland. Erst beim Einspielen wird man sehen, ob man mit der Derenburger Anlage zu Recht kommt.

„Wir haben eine gute Auswärtsform, das hat man auch in Berlin vor zwei Wochen wieder gesehen.“, ist Sebastian Krause nach den zwei knappen Niederlagen zuversichtlich. „Wir haben gezeigt, dass wir überall um den Sieg mitspielen können. Wie uns die Bahn in Ilsenburg liegt, müssen wir aber erst einmal sehen.“ Bisher zeigte man in dieser Spielserie in den Auswärtspartien sehr gute Leistungen und holte aus den sechs Begegnungen elf Punkte. „Mit Dirk und Daniel haben wir zwei Topleute, die auswärts den Unterschied machen können. Wenn der Rest dann auch mitspielen kann, wird es für die meisten Teams ein harter Kampf.“, schickt Krause eine erste Kampfansage in Richtung Harz.  

Der ärgste Rivale, Titelverteidiger Kiel spielt zweimal gegen Oldenburg. Beide Teams liegen nur 60 Kilometer auseinander. Vielleicht schon ein kleiner Vorteil für den deutschen Meister, der somit keinen großen Reisestress haben dürfte. Am Samstag steigt das Spiel in Kiel, Sonntag sind dann die Oldenburger Gastgeber. Hier gab es in den letzten Jahren meistens sehr enge Spiele. Die Stender-Brüder und Co. könnten mit einem Heimsieg sogar weiter vom ersten Medaillengewinn träumen.

 

Der SV 90 Fehrbellin II muss am Samstag erwartungsgemäß in der Fremde antreten. Hier kommt es zweimal zum Brandenburg-Derby gegen die Spielgemeinschaft Seddin/ Michendorf. Dieses Team liegt nach 12 Spieltagen auf dem dritten Tabellenrang. Nur ein Punkt fehlt zum Tabellenführer NKC 72 Berlin. Auch wenn die Aussichten hier nicht so rosig sind, wird der Liganeuling die Punkte nicht kampflos hergeben. Am Sonntag trifft man sich dann um 10 Uhr in der Rhinstadt zum Rückspiel. Dann heißt die Zielstellung für das 90er Sextett: Punkte sammeln für den Klassenerhalt. Natürlich hofft man dann, dass zahlreiche Kegelfans dem Rhinstädter-Sextett den Rücken stärken.

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