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Zum Auftakt der Meisterrunde sah der Spielplan für den SV 90 Fehrbellin zunächst das Brandenburg-Derby in Seedorf vor. Am Sonntag ging es dann nach Hannover. Die Tabellenführung konnte man erwartungsgemäß nicht verteidigen, da Kiel und Oldenburg ihre Heimspiele gewinnen und somit vorbei ziehen konnten. Doch am nächsten Spielwochenende in vier Wochen wird die Tabelle wieder bereinigt.

 

SVL Seedorf von 1919 – SV 90 Fehrbellin 2:1 (5507:5499 Holz, 40:38 EWP)

Mit hohen Erwartungen fuhr der Tabellenführer SV 90 Fehrbellin nach Seedorf. Mit einem Dreier konnte man einen großen Schritt in Richtung Titel machen. Selbst mit dem anvisierten Minimalziel ‚Punktgewinn‘ wäre man weiter auf Kurs.

Die Startachse bildeten die beiden Ex-Seedorfer Dirk Sperling und Dietmar Stoof. Sie hatten es mit dem ehemaligen 90er Mathias Metzdorf sowie Hans Fulczynski zu tun. Lange konnten Dirk und Dietmar ihre Gegner in Schach halten. Dirk war auf 12-Punkte-Kurs, ehe er auf der kniffligen Bahn 3 den rechten Aufsatz völlig in den Sand setzte. Dadurch verlor er das Duell mit Mathias noch mit 926:934. Da auch Dietmar mit 910:919 gegen Hans den Kürzeren zog, lagen die Rhinstädter zunächst 17 Holz zurück.

Im mittleren Spielabschnitt witterten die 90er plötzlich ihre Chance, Boden gut zu machen. Mathias Borchert, der auf Grund von Abgängen zu Saisonbeginn in den Kader rutschte, hat noch nicht das Niveau seiner Kollegen. Mit 892 Holz konnte er eine solide Leistung abliefern. Rainer Pagels kam mit 908 Holz nicht an die vorgelegten Ergebnisse heran. Weil 90er Daniel Neumann ansteigende Form zeigte und gute 924 Holz in die Wertung brachte, war der Zusatzpunkt schon fast sicher. Jonathan Jaeger sorgte mit 899 Holz dafür, dass die Führung zu Gunsten des SV 90 wechselte. Sechs Holz waren aber alles andere als ein beruhigendes Polster.

Es entwickelte sich nun ein Kegelkrimi auf allerhöchstem Niveau. Die Protagonisten waren auf Seedorfer Seite Frank Wilke und Norbert Witzel, denen sich Sebastian Krause und Benjamin Münchow entgegenstellten. Zunächst war Norbert in der Hauptrolle. Er drehte zu Beginn richtig auf und spielte sagenhafte 14 Neunen auf den ersten 17 Würfen. Nach der Hälfte stand er bei +54. Doch dann übernahm Sebastian die Initiative. Mit +26 auf 15 Würfen, also nur vier Holz weniger als dem maximal möglichen Ergebnis, schockte er die Halle und brachte sein Team wieder nah an den Dreier. Doch Routinier Frank, der sich selbst durch diese tolle Serie nicht abhängen ließ, sollte den entscheidenden Schlag setzen. Auf der ergiebigen Bahn vier zog er auf der Zielgerade an Sebastian vorbei und gewann die Paarung 931:925. Auf den anderen beiden Bahnen war es nicht weniger spannend. Norbert zog sich auf der letzten Gasse aus dem Tief und konnte das Duell gegen Benjamin mit 923:915 für sich entscheiden.

Dies waren die acht Hölzer, die den 90ern am Ende zum Auswärtssieg fehlten. Wieder einmal bekam man zu hören, die beste Leistung aller Gästeteams abgeliefert zu haben, doch lediglich ein Punkt wandert in das Gepäck. Unter dem Strich kann man sagen, dass sowohl die Stimmung, als auch die Leistungen Werbung für den Kegelsport waren.

 

KSK Rivalen Hannover – SV 90 Fehrbellin 2:1 (5401:5386 Holz, 41:37 EWP)

Am Sonntag in Hannover war eigentlich allen klar, dass der Sieg nicht drin ist. Den Zusatzpunkt wollte Fehrbellin nach einigen Jahren, in denen man leer ausging, mal wieder einfahren.

Doch die Startachse ging trotz sehr ansprechender Leistungen von Dietmar Stoof (901) und Daniel Neumann (899) an die Gastgeber. Tobias Kirchhoff lag mit 906 Holz vor beiden 90ern und Robert Neumann setzte mit 911 Holz noch einen drauf. Am Ende des Tages sollte er 12 EWP dafür erhalten.

Doch das waren aus Sicht der Hausherren schon fast die einzigen guten Nachrichten, denn ab der Mittelachse drohte der Rekordmeister, das Spiel aus der Hand zu geben. Obwohl Dirk Sperling (895) nicht den gewohnten Druck ausübte und Benjamin Münchow mit 889 auch nicht ganz vorne angreifen konnte, machten die Hannoveraner immer wieder kleine Fehler. Das Resultat war, dass dass Michael Lotze (898) hinter den beiden 90er Startergebnissen zurück blieb. Christian Spyra (888) musste sogar alle Gäste ziehen lassen.

Nun sah es schon sehr gut im Hinblick auf einen Punktgewinn der Gäste aus, denn Jonathan Jaeger liegt der Wurf in Hannover und Sebastian Krause hat wohl derzeit die Form seines Lebens. Dies stellte er auch eindrucksvoll unter Beweis. Mit 910 Holz holte er 11 Punkte und somit war der Zusatzpunkt bereits sicher. Da auch Jonathan gut im Spiel war, war man 15 Wurf vor Schluss sogar bis auf 11 Zähler an Hannover dran. Doch auch an diesem Tag fehlte das Quäntchen, was man in einer solchen Situation braucht. Sven Wüllner (899) und Ellrik Freienberg (899) hielten gut dagegen und behaupteten den dünnen Vorsprung.

 

„Mit den zwei Punkten können wir grundsätzlich Leben, haben aber den entscheidenden Schritt in Richtung Meisterschaft verpasst. Respekt an die beiden Gegner, die in einer schwierigen Situation kühlen Kopf bewahrt haben.“, resümiert Sebastian Krause das Wochenende. Der Blick gen Seedorf wird ihm und seinen Mitspielern jedoch am Sonntag etwas die Laune verhagelt haben. Denn die am Vortag noch so nervenstarken Routiniers Wilke und Witzel spielten 30 Holz weniger und mussten so die Punkte an Union Oberschöneweide abgeben. Union zieht dadurch mit den 90ern gleich. Mit jeweils +5 Punkten in der bereinigten Tabelle zeichnet sich nun für die letzten sechs Spiele ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen diesen beiden Teams ab.

Titelverteidiger Kiel gewann beide Heimspiele äußerst souverän. In vier bzw. sechs Wochen wird sich zeigen, ob der Serienmeister der vergangenen Jahre noch in das Titelrennen eingreifen kann. Dann hat man nämlich vier Auswärtsaufgaben zu absolvieren, während Union und Fehrbellin Heimrecht haben. Schaffen es die Kieler (derzeit +1), mindestens vier Auswärtspunkte zu holen, wird es ein Dreikampf, bei dem jedes der drei Teams nahezu die gleichen Aussichten auf den Titel haben. So spannend war die 1. Bundesliga seit vielen Jahren nicht mehr.

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
Mittwoch, 22 Januar 2020 21:23

Der Kampf um den Meistertitel beginnt

An diesem Wochenende findet der erste von vier Doppelspieltagen der Meisterrunde in der 1. Bundesliga der Herren im Bohlekegeln statt. Acht Mannschaften kämpfen jetzt um den deutschen Meistertitel und die Podestplätze. Im Feld befinden sich mit dem SV 90 Fehrbellin und dem SVL Seedorf von 1919 zwei Brandenburger Teams. Aus der Vorrunde werden die Ergebnisse gegen diejenigen Mannschaften gestrichen, die den Weg über die Platzierungsrunde gehen müssen.

Eine handvoll Teams trennen ganze zwei Punkte. Die Rhinstädter führen das Feld mit 12 Punkten an. Einen Punkt dahinter liegt etwas überraschend der KSK Oldenburg/ Holstein. Der deutsche Abo-Meister Kiel und der Bronzemedaillengewinner des Vorjahres Rivalen Hannover sowie Union Oberschöneweide folgen mit zehn Zählern. Mit Hertha BSC und der SpG NKC 72/ Iduna (jeweils 7 Pkt.) folgen zwei weitere Hauptstadtclubs. Das Seedorfer Team hat fünf Punkte auf der Habenseite.

Die 90er beginnen mit einem Auswärtswochenende. Gleich am ersten Spieltag geht es in die Prignitz zum Brandenburg-Derby. Nach dem letzten Auftritt in der Fremde in Stavenhagen, hier holte man den Dreier, will man auch an diesem Wochenende versuchen an diese Leistung anzuknüpfen. Sollte das gelingen, hat man gute Chancen zu punkten. Beide Seiten kennen sich von zahlreichen Spielen aus dem Effeff. Ein Wiedersehen gibt es zudem mit Ex-90er Mathias Metzdorf, der immer noch Mitglied der Rhinstädter ist.   SV 90 Kapitän Dirk Sperling und Dietmar Stoof trugen vor ihrem Wechsel zum SV 90 das Seedorfer Trikot. Auf Fehrbelliner Seite wird weiterhin der verletzte Alexander Wolski fehlen.

Nach dem Spiel geht es dann Richtung Hannover, wo man am Sonntag um die Hölzer spielen wird. Der deutsche Rekordmeister ist in dieser Saison auf der Heimbahn noch ohne Punktverlust. Das Fehrbelliner Sextett hofft natürlich, diese Serie zu beenden. Aber auch eine gute kleine Unterwertung wäre wichtig, diese kann am Ende der Saison noch bei der Vergabe der Medaillen eventuell ausschlaggebend sein.

Nach diesem Wochenende folgen dann zwei Doppelspieltage auf der Heimbahn. Am 22./ 23. Februar hat man Oldenburg und Meister Kiel zu Gast und am 14./ 15. März sind Seedorf und Hannover in der Rhinstadt.

Das Bundesligafinale bestreiten die 90er in der Fremde. Am 28. März geht es Richtung Holstein nach Oldenburg. Am Sonntag spielt man dann zum Saisonabschluss beim deutschen Meister Kiel.

 

Das zweite Herrenteam des SV 90 Fehrbellin hat an diesem Wochenende in der 2. Bundesliga, Staffel 2 ihre letzten Heimspiele in dieser Spielserie. Mit dem KC Einheit Schwerin und dem SV Binde hat man nochmals namhafte Gegner zu Gast. Die Mecklenburger spielten im Vorjahr noch in der ersten Liga und liegen zurzeit auf dem fünften Rang. Die Kegler es SV Binde liegen auf dem zweiten Rang. Natürlich will der SV 90 II seine Heimserie behalten. In dieser Saison ist man auf der Bahnanlage in der Luchstraße noch ungeschlagen. Gleichzeitig könnte man das Saisonziel Klassenerhalt bereits vor dem letzten Auftritt in der Fremde (Stralsund/ Greifswald) feiern.

Der BBC 91 Neuruppin ist ebenfalls am Wochenende Gastgeber von Schwerin und Binde, nur in der umgedrehten Reihenfolge.     

Veröffentlicht in Kegeln Herren 1
Sonntag, 19 Januar 2020 20:59

Sebastian Krause holt den Titel und zwei Rekorde

Am Wochenende wurden auf den Kegelbahnen in Neustadt, im Neuruppiner Sportcenter und in Kyritz die diesjährigen Kreiseinzelmeister ermittelt. 12 Clubs gingen auf Holzjagd. Erfolgreichster wurden die Keglerinnen und Kegler des BBC 91 Neuruppin die sich fünf der insgesamt acht Titel erkämpften. Die Medaillenbilanz der Kreisstädter (5/0/1). Danach folgte der SV 90 Fehrbellin (2/4/2). Ein Titel ging nach Neustadt. Insgesamt konnten neun Vereine auf dem Podest stehen. Als Bonus gab es noch die Fahrkarten für die Regionalmeisterschaften (REM) die am ersten Märzwochenende in der Prignitz ausgetragen werden.

Am Samstag wurden die Entscheidungen der männlichen Altersklassen ausgetragen. Die Teilnehmer der U23 und Herren hatten vor Wettkampfbeginn erst einmal Probleme mit der Bahnanlage. Ein Keilriemen der Automaten war defekt, ein Ersatz war nicht gleich zur Stelle. Nach ein paar Anrufen klappte es mit einem Ersatzkeilriemen von der BBC-Bahnanlage. Auch aus Fehrbellin war bereits einer auf dem Weg, konnte jedoch kurz nach Abfahrt wieder umkehren. Ein Dank gilt an dieser Stelle Michael Bindig sowie Christian Nußbaum und Peter Wolski. Somit begann das Turnier etwas später.

Dann ging es aber mit den Entscheidungen los. Bei der U23 war leider nur ein Trio am Start. Überlegener Kreismeister wurde BBC 91 Talent Tom Stach mit sehr guten 883 Hölzern. Heimkegler Felix Johl von den Fontanespatzen folgte mit 858 Hölzern. Beide sind auch für die REM qualifiziert. Die Bronzemedaille ging mit 838 Holz an Jonas Schwarz (KSC Gumtow).

Zwölf Herren (bis 50 Jahre) kämpften parallel um die fünf Startplätze für die REM und den Kreiseinzelmeistertitel. Der Wettkampf wurde von Bundesligakeglern des SV 90 Fehrbellin dominiert. Am Ende lagen alle vier Teilnehmer vorne. Sebastian Krause übernahm mit starken 915 Holz den Titel von seinem Clubkameraden Dirk Sperling der nicht am Start war. Darüber hinaus wurde Sebastian mit den Bahnrekorden über 120 Wurf sowie für die beste 10er-Reihe (81 Holz) belohnt. Anders als in anderen Sportarten gibt es für solche Rekorde keine Prämien. Mit sechs Holz weniger holte sich Dietmar Stoof die Vizemeisterschaft. Bronze ging mit 898 Holz an Jonathan Jaeger. Auf dem undankbaren vierten Rang folgte Daniel Neumann (891). Den letzten Platz für die REM holte sich Fontanespatz Marc Unger mit der Schnapszahl von 888.

Zeitgleich spielten in Neustadt die Herren A (bis 59 Jahre), Herren B (bis 69 Jahre) und Herren C (ab 70 Jahre) ihre Meister aus. Bei den Herren A war Bundesligaspieler Thomas Gabrysch nicht zu schlagen. Mit unglaublichen 871 Holz holte er sich überlegen den Titel. 29 Holz mehr hatte er als Vizemeister Olaf Schulze vom heimischen Club. Auch die Bronzemedaille blieb in Neustadt. Axel Eggert hatte in der Endabrechnung ein Holz weniger als sein Clubkamerad. Da er auf einen Einsatz für die REM verzichtete, konnte sich neben dem Vierten, Titelverteidiger Axel Wolter (BBC 91/ 833) auch Karsten Seidel (Groß Haßlower SV/ 832) ein Ticket für Seedorf sichern.

Auch bei den Herren B ging der Titel an den BBC 91 Neuruppin. Frank Pabst wurde mit 843 Holz bester Holzsammler. Hier gab es nur für den Meister einen Startplatz. Drei Holz dahinter folgte ein weiterer Kreisstädter. Gerald Schulz von Turbine Neuruppin konnte freudestrahlend die Silbermedaille in Empfang nehmen. Wiederum drei Holz dahinter lag Helge Dittert vom FK Hansa Wittstock.

Der letzte Wettkampf war die Entscheidung bei den Herren C. Hier nutzte Horst Woidke seinen Heimvorteil. Mit 821 Holz bei insgesamt 120 Würfen holte er sich den Sieg. Mit 787 beziehungsweise 770 Holz folgten die Altmeister Christian Nußbaum (SV 90 Fehrbellin) und Manfred Behr (BBC 91 Neuruppin).

Am Sonntag folgten die Titelkämpfe in den weiblichen Altersklassen. Hier wurden drei Entscheidungen auf der Kyritzer Kegelbahn ausgetragen. In der U23 ging ein Duo des SV 90 Fehrbellin an den Start. Mareike Dietrich musste verletzungsbedingt bereits auf der ersten Bahn ihr Spiel beenden. Vereinskameradin Meike Erdmann siegte mit 848 Hölzern.

Bei den Damen (bis 50 Jahre)  ging ein Trio auf Holzjagd. Neue Kreismeisterin wurde BBC 91 Keglerin Nicole Liebert mit 854 Holz. Mit neun Holz Rückstand holte sich die Fehrbellinerin Kathrin Hildebrandt die Vizemeisterschaft. Platz drei ging mit 836 Holz an Titelverteidigerin Manuela Dreßler (SV 90). Gleichzeitig konnte dieses Trio wie die beiden Juniorinnen Tickets zur REM entgegennehmen.

In der letzten Entscheidung der Damen A (bis 59 Jahre) fiel das Höchstholz des Tages. BBC 91 Keglerin Sylke Jäkel konnte mit 865 Holz erfolgreich ihren Titel verteidigen. Ebenfalls sehr gute 858 Holz erspielte Silbermedaillengewinnerin Christina Hebekerl (Dreetz). Den letzten Startplatz für die REM holte sich die Drittplatzierte Doreen Unze (Wittstock) mit 850 Holz.

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Das letzte Vorrunden-Wochenende hielt für die Bundesligakegler des SV 90 Fehrbellin nur noch ein relevantes Spiel bereit - der neue Modus macht es möglich. Auf Grund der Tabellenkonstellation - Stavenhagen stand bereits als Letzter fest und rutscht in die Platzierungsrunde, Fehrbellin hatte die Meisterrunde sicher und verliert somit alle Punkte gegen die Teilnehmer an der Platzierungsrunde - war der Ausgang dieses Spiels nur für Freunde der Statistik von Interesse. Somit konnte man sich voll auf die erste Begegnung des Spielwochenendes gegen die SG NKC/ Iduna Berlin auf der Heimbahn konzentrieren.

   

SV 90 Fehrbellin - SG NKC/ Iduna Berlin 3:0 (5387:5200 Holz, 55:23 EWP)

Bereits nach Runde eins führte das 90er Team gegen den Hauptstadtclub mit satten 102 Hölzern. Dirk Sperling zeigte wieder einmal seine Extraklasse und holte sich mit 923 Holz die 12 Einzelwertungspunkte. Partner Jonathan Jaeger hielt lange Zeit dagegen und verfehlte die magische 900er Marke nur um vier Hölzer. Die Berliner Startachse Sebastian Rudolphf und Matthias Mohr kam auf 845 und 872 Holz.

Auch im Mittelblock lagen beide 90er vorne. Dietmar Stoof und Daniel Neumann hatten 904 beziehungsweise 880 Holz an der Anzeigetafel zu stehen. Die Hauptstädter Dirk Wege und Matthias Scheel brachten 857 und 871 Holz in die Wertung. Somit wuchs der Vorsprung auf 158 Holz an. Da alle vier Rhinstädter in Front lagen, war jetzt sogar die Optimalausbeute drin.

Aber Jörg Glöde (878/ Mannschaftsbestwert) und Benjamin Rudolphf (877) konnten das gerade noch verhindern, da sie das Ergebnis von 90er Benjamin Münchow (875) knapp überboten. Besser machte es sein Partner Sebastian Krause der mit 909 Holz das zweitbeste Tagesergebnis erspielte.

 

Blau-Weiß Stavenhagen - SV 90 Fehrbellin 0:3 (5390:5408 Holz, 39:39 EWP)

Die Rhinstädter nahmen auch das letzte Spiel der Vorrunde ernst. Gleich im Startblock konnte der Staffelerste 35 Holz mehr erkämpfen. Dirk Sperling schrammte mit 919 Holz nur um 2 Kegel am Bahnrekord vorbei und schockte damit die Konkurrenz. Zwölf Einzelwertungspunkte waren der Lohn. Ebenfalls Partner Daniel Neumann lag mit sehr guten 896 Holz vor den Heimkeglern Sven Wiesner (893) und Klaus-Dieter Zaluski (887).

Nach dem Mittelblock verkürzte Stavenhagen den Rückstand auf 14 Holz. Für die Gäste kamen Dietmar Stoof und Benjamin Münchow auf 899 und 886 Holz, für das Heimteam Klaus Wermann und Torsten Schwarz auf 909 und 897 Holz.

Sebastian Krause konnte mit einem starken Schlussspurt den Dreier ins Ziel bringen. Ebenfalls starke 917 Holz standen am Ende auf dem Spielberichtsbogen. Partner Jonathan Jaeger konnte mit 891 Holz die geschlossen gute Mannschaftsleistung abrunden. Schlusskegler für die Kegler aus der Reuterstadt waren Steffen Ast (900) und Andreas Huth (904).

 

So geht es jetzt weiter:

In Staffel 1 musste Störtebeker Bremen am letzten Spieltag einen Punktverlust gegen den Tabellenletzten Bergedorf hinnehmen. Dadurch müssen diese beiden Teams in die Platzierungsrunde. Die punktgleichen Seedorfer retten sich somit auf Grund der mehr erzielten EWP in die Meisterrunde der besten acht und hat den Klassenerhalt in der Tasche. Allerdings nehmen die Nordbrandenburger lediglich fünf Punkte aus der Vorrunde mit. Außerdem erreichte Titelverteidiger Kiel (10), Hannover (10) und Oldenburg (11) die Meisterrunde.

In der zweiten Staffel holte sich Fehrbellin Platz eins, nimmt 12 Punkte mit und führt die Tabelle zunächst an. Union Oberschöneweide gibt einen Punkt gegen Hertha BSC ab und nimmt 10 Punkte mit. Hertha BSC (7) wiederum verdrängt dadurch Michendorf in die Abstiegsrunde. Der vierte Meisterrundenplatz geht an Aufsteiger NKC/ Iduna Berlin (7).

Neben Michendorf muss auch Stavenhagen um den Klassenerhalt bangen. Beide gehen mit 3:3 Punkten in die Abstiegsrunde. Die beste Ausgangssituation hat Bergedorf (4:2), für Bremen hingegen wird es schwer (2:4).

 

Der SV 90 tritt zunächst in der Fremde an. Auf das wichtige Duell in Seedorf (25.01.) folgt das schwere Spiel in Hannover (26.1.). Die anschließenden Spiele am 22./ 23.02. (Oldenburg/ Kiel) und am 14./ 15.03. (Seedorf/ Hannover) finden auf der Heimanlage statt. Am vorletzten Spieltag geht es nach Oldenburg (28.03.) bevor am 29.03. in Kiel die Medaillenfarbe entschieden wird.

 

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Sonntag, 05 Januar 2020 18:01

BBC-Festspiele bei Kreisdoppelmeisterschaften

Auf den eigenen Bahnen waren die Paare des Bohle-Bowling-Club 91 Neuruppin nicht zu schlagen. In den drei Wettbewerben gingen acht der neun Medaillenpaare an das Heimteam. Lediglich Meike Erdmann und Kathrin Hildebrandt konnten mit dem Bronzeplatz im Damen-Doppel in die Neuruppiner Phalanx eindringen. Es siegte das Duo Nicole Liebert/ Kerstin Stephan. In der Herrenkonkurrenz gewannen die Routiniers Frank Pabst und Axel Wolter. Die beiden Paare, die der SV 90 Fehrbellin ins Rennen schickte, konnten mit etwas Mühe die Qualifikation für die Regionalmeisterschaften lösen. Platz vier für Benjamin Münchow/ Jonathan Jaeger und Platz fünf für Dietmar Stoof/ Daniel Neumann reichten hierzu. Der Titel im Mixed-Wettbewerb ging an Heike Lebrun an der Seite des Youngsters Tom Stach.

 

 

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Trotz zweier guter Auswärtsleistungen musste der SV 90 I die Heimreise aus Berlin ohne Punkte antreten. an beiden Tagen fehlten nur drei Hölzer zum angestrebten Zusatzpunktgewinn. Zwei Spieltage vor Vorrundenschluss bleibt man mit den punktgleichen Unionern Tabellenführer und hat die Meisterrunde gebucht. Entscheidend wird am letzten Spieltag sein, wer beide Teams begleiten wird. Erst dann wird man sehen, wieviele Zähler jedes Team für das Saisonfinale mit nimmt.   

 

Union Oberschöneweide I - SV 90 Fehrbellin I 3:0 (5537:5509 Holz, 47:31 EWP)

Nach dem Einspielen begannen die 90er mit Sebastian Krause und Dirk Sperling. Gegner waren André Franke und Pascal Lötzsch. 17 Holz trennten beide Teams nach dem ersten Block. Pascal Lötzschs 931 Holz sollten Durchgangsbestwert werden, André Franke folgte mit zwei Holz weniger. Aber das 90er Duo Sebastian Krause/ Dirk Sperling blieben mit 925 und 918 Holz an den Berlinern dran.

Nun musste der Mittelblock mit Dietmar Stoof und Jonathan Jaeger versuchen, die Unioner Markus Ringgenberg und Mike Cassube zu schlagen, damit der Kampf um den Zusatzpunkt offen blieb. Bis zur Hälfte lag das Quartett fast gleichauf. Dietmar Stoof (895) konnte anschließend nicht mithalten und musste die Berliner, die jeweils 906 Kegel zu Fall brachten, ziehen lassen. Dank der 923 Holz von Jonathan Jaeger konnten die 90er dennoch 6 Zähler vom Rückstand abknabbern.

Der letzte Durchgang wurde dann ein Kegelkrimi. Erst der letzte Wurf entschied, in welche Richtung der Zusatzpunkt ging. Obwohl für die Rhinstädter bis kurz vor Schluss sogar der Sieg möglich war, ging man letztendlich sogar ganz leer aus. Am Ende fehlten dem 90er Team ganze drei Holz. Alle vier Kegler zeigten starke Leistungen. Frank Lüer wurde mit 936 Holz Tagesbester. André Krause folgte mit 929 Holz. 90er Benjamin Münchow erspielt mit 926 Holz das beste Ergebnis der Gäste. Daniel Neumann fehlten am Ende sieben Holz für die 929 Holz, die für den Zusatzpunkt nötig waren.

    

NKC/ Iduna Berlin I - SV 90 Fehrbellin I 3:0 (5473:5445 Holz, 48:30 EWP)

Wieder war der Zusatzpunkt erst mit den letzten Würfen vergeben. Alle 12 Spieler lagen gerade einmal 22 Holz auseinander. Nach Runde eins lagen die Rhinstädter mit vier Holz vorne. Dirk Sperling konnte mit 916 Holz bester Holzsammler der Gäste werden. Jonathan Jaeger folgte mit 906 Holz. Auf das gleiche Ergebnis kam Matthias Mohr. Sein Partner Sebastian Rudolphf hatte sechs Holz mehr im Spielprotokoll.

Auch der Mittelblock war sehr ausgeglichen. Dirk Wege und Jörg Glöde erspielten 909 und 908 Holz. Auf 908 Holz kam auch Sebastian Krause. Alexander Wolski folgte mit 903 Hölzern. Somit trennten beide Teams vor dem letzten Block nur zwei Hölzer.

Im Schlussblock zeigten dann Benjamin Rudolphf und Matthias Scheel Topleistungen. Mit 925 Holz, Tagesbestwert, und 913 Holz erkämpften sie die zwei besten Einzelergebnisse der Heimkegler. Benjamin Münchow (905) und Dietmar Stoof (907) spielten am Ende nur je zwei Holz zu wenig für einen Punktgewinn.

Für die 90er ist das Ergebnis gegen NKC Berlin doppelt bitter, da dadurch die Luft für Hertha BSC dünner wird. Sollte Hertha in die Abstiegsrunde geraten, würden Fehrbellin sechs Punkte einbüßen. Im Falle von NKC und Michendorf nur je drei. Der letzte Spieltag der Vorrunde wird die Entscheidung bringen. Dann spielt Hertha BSC in Michendorf. Mit einem Punktgewinn kann man noch aus eigener Kraft die Meisterrunde erreichen.

 

 

Zweite Mannschaft erringt zwei wichtige Heimsiege

 

SV 90 Fehrbellin II - NKC/ Iduna Berlin II 3:0 (5168:5042 Holz, 50:28 EWP)

Erstmals spielte der Neuling in der Rhinstadt. Auf Berliner Seite gingen André Gräfe und Lutz Schulze als erste Berliner auf die Bahn. Die Hausherren spielten mit Ralf Friedrich und Tim Ladenthin. Am Ende hatten die Hausherren 40 Holz mehr auf der Habenseite. Tim Ladenthin (864) und Ralf Friedrich (867) mussten aber Altmeister Lutz Schulze (869) vorbeiziehen lassen. Der zweite Gastspieler André Gräfe musste sich dagegen mit 822 Holz begnügen. In der Mittelachse spielte dann Norbert Krämer und Bernd Graf für die Zweite. Ihre Gegenspieler waren Andreas Krüger und Andreas Lenz. Alle vier hatte ihre Mühe mit der Bahn. Nach der Hälfte des Spieles konnten sich beide Rhinstädter absetzen. Bernd Graf hatte trotz Fehlwurf mit 863 Holz Durchgangsbestwert erspielt. Norbert Krämer hatte zwei Holz weniger an der Anzeigetafel zu stehen. Die Gastspieler Andreas Krüger und Andreas Lenz kamen auf 850 und 843 Holz. Somit war der Dreier so gut wie sicher bei den Hausherren. Im Schlussblock spielten dann Michael Nußbaum und Marco Koch für das 90er Sextett. Auf der Gegenseite kegelten Carsten und Florian Sturm. Der Durchgang war nur Formsache. Marco Koch und Michael Nußbaum hatten 863 und 850 Holz erkämpft. Die Berliner kamen 841 und 817 Holz.

 

SV 90 Fehrbellin II - SpG Spandau 2:1 (5143:5096 Holz, 40:38 EWP)

Am Sonntag gab der Tabellenführer Spandau zu Gast. Nach den ersten 120 Würfen brachten Ralf Friedrich und Andreas Schubert die jeweils 859 Holz erspielten die Hausherren mit zehn Holz in Führung. Durchgangsbester wurde aber Steffen Kuttig mit 865 Holz. Sein Partner Stefan Pietsch ließ 843 Holz fallen. Auch die Fehrbelliner Mittelachse Günther Speer (854) und Jürgen Rothe (859) lagen nach Wettkampf mit zwei Holz vor den Randberlinern. Aber wieder kam der Holzbeste aus Spandau. Thorsten Krohn erhöhte den Gästebestwert auf 866 Holz und Daniel Steinke brachte 850 Holz in die Wertung. Damit hatte der Spitzenreiter beste Aussichten den Zusatzpunkt zu gewinnen und auch die Spielpunkte waren noch nicht vergeben. Im letzten Durchgang gab es dann Licht und Schatten auf beide Seiten. 90er Michael Nußbaum brachte seine Farben mit der Tagesbestleistung von 870 Holz auf die Siegerstraße. Aber der Randberliner Sebastian Kurzer seine 863 Holz bedeuteten, das der Zusatzpunkt nach Spandau ging. 90er Marco Koch musste sich dagegen mit 842 Holz zufriedengeben. Da weder Oliver Peitz noch ein Wechsler Axel Ruppert (809) keine Einstellung zur Bahn fanden, gab es noch einen klaren 47 Holz Vorsprung.   

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Dienstag, 07 Januar 2020 11:29

Triple krönt Ruppiner Gala

Die Ruppiner Kegler sind zu Beginn des Jahres 2020 glänzend aus den Startlöchern gekommen. Denn bei den Landesmeisterschaften im Dreibahnenspiel in der Autostadt Wolfsburg erspielten sie insgesamt sechs Medaillen. Darüber hinaus lösten zwei Fehrbelliner das Ticket für die deutschen Titelkämpfe im Mai. Auch diese finden in Wolfsburg statt. Einen besonderen Höhepunkt aus Ruppiner Sicht gab es im Wettkampf der Herren. Ein Bundesliga-Trio aus der Rhinstadt zierte die Plätze eins bis drei.

Bohle, Schere, Classic

Die Bohlerkegler läuteten das Spieljahr 2020 traditionell mit den Landesmeisterschaften im Dreibahnenspiel in der Autostadt Wolfsburg ein. Eine Reise nach Niedersachsen ist unumgänglich, da es im Märkerland keine geeignete Kegelsportstätte gibt, auf der alle drei Kegelbahnarten (Bohle, Schere, Classic) gespielt werden können. Somit kämpften die Ruppiner in Niedersachsen um die brandenburgische Meisterkrone. Zudem wurden die Fahrkarten für die deutschen Titelkämpfe ausgespielt. Aus dem Ruppiner Land nahmen Kegler in der Altersklassen U23, Herren, Herren A und Herren B teil. Gleichzeitig zählten die Einzelergebnisse auch für den Mannschaftswettbewerb. Hierbei traten die Ruppiner als Kreisauswahl bei den Herren sowie Herren A, B, C an.

Im Wettkampf der Herren gab es aus Ruppiner Sicht ein besonderes Schmankerl. Ein Trio des SV 90 Fehrbellin sorgte für einen Dreifacherfolg. Zudem kamen alle vier 90er-Starter am Ende unter die besten Sieben. Neuer Landesmeister wurde Sebastian Krause mit 871 Holz (312, 302, 257). Silber ging an Daniel Neumann mit 857 Holz (311, 307, 239) und Bronze an Benjamin Münchow mit 841 Holz (295, 289, 257). Dietmar Stoof folgte mit 823 Holz (298, 291, 234) auf dem siebten Rang. Vor ihm reihte sich noch der Kyritzer Michael Gollmer mit 826 Holz (294, 275, 253) ein.Und wiederum hinter Stoof folgte ein weiterer Kyritzer (Michael Geselle (822). Das Trio von Schwarz-Weiß komplettierte Christopher Ganz auf Rang 14 mit 791 Holz.

Noch deutlicher fiel der Sieg der Herren-Auswahl, besetzt mit Neumann (857), Stoof (823), Krause (871) und Münchow (841), aus. Mit 3392 Holz holten sich die Ruppiner überlegen den brandenburgischen Titel. Vizemeister Barnim hatte am Ende satte 204 Holz Rückstand. Bronze ging mit vier Holz weniger an Titelverteidiger Dahme-Spreewald.

BBC-Talent verpasst Medaille

In der U23 war mit dem Talent des BBC 91 Neuruppin, Tom Stach, nur ein Ruppiner im Starterfeld. Mit 763 Holz (298, 289, 176) wurde er Sechster. Zur Medaille fehlten ihm 26 Holz. Neuer Landesmeister wurde der Eberswalder Christopher Penz (820).

In der Altersklassen Herren A (50 bis 59 Jahre) ging ein Ruppiner Sextett auf Medaillenjagd. Auch hier war Rang sechs von BBC-Kegler Thomas Gabrysch mit 819 Holz (298, 297, 224) die beste Platzierung. 835 Holz wären ein Podestplatz gewesen. Der Fehrbelliner Günther Speer belegte mit 802 Holz (305, 270, 227) Platz neun. Axel Wolter (BBC) folgte mit 789 Holz (302, 290, 207) auf Rang 14. Mit insgesamt 773 Holz kegelte sich Andreas Degenkolbe (Kyritz) auf Platz 19. Direkt hinter ihm folgte mit Karsten Seidel ein Akteur von der SpG Wittstock. Er kam auf Rang 20 (769 Holz) ein. Die Landesmeisterkrone schnappte sich Rainer Kühn (Königs Wusterhausen) mit 854 Holz (296, 290, 268). Bei den Herren B (elf Starter) ging erstmals der BBCler Frank Pabst an den Start. Am Ende blickte er mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf den Wettkampf zurück. Mit 785 Holz (300, 268, 217) holte er sich die Silbermedaille. Zur Goldmedaille und dem Startplatz für die deutschen Titelkämpfe fehlten dem Neuruppiner am Ende nach 120 Würfen jedoch nur magere zwei Holz. Für Rainer Lexow von Schwarz-Weiß Kyritz lief der Wettkampf mit Platz 10 und 747 Holz eher bescheiden.

Landesmeister wurde Ralf Faulmann (SpG Rangsdorf/Groß Machnow). Er erspielte 295 Holz im Bohle, 269 Holz im Schere und 223 Holz im Classic.

In der Mannschaftswertung erspielte sich die Auswahl Herren A/B/C mit Thomas Gabrysch, Axel Wolter, Frank Pabst, Günther Speer sowie dem Wittstocker Ersatzmann Karsten Seidel mit 3195 Holz die Bronzemedaille. Bei den Herren hätte dieses Ergebnis sogar zu Silber gereicht. Landesmeister wurde die Auswahl von Potsdam-Mittelmark (3330) vor Titelverteidiger Dahme-Spreewald (3270).

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Donnerstag, 21 November 2019 10:16

Sechs Bundesligaduelle OPR gegen Hauptstadtclubs

An diesem Wochenende müssen die Ruppiner Kegelmannschaften gleich sechs Partien gegen Bundesligaclubs aus der Bundeshauptstadt in der ersten und zweiten Bundesliga bestreiten.

In der deutschen Eliteliga muss der SV 90 Fehrbellin am Samstag zur  Hämmerlingstraße (Berlin-Köpenick) reisen. Nebenan wird zu diesem Zeitpunkt übrigens das Fußballspiel der Unioner gegen Gladbach laufen. Gegner der 90er, der als Staffelerster der Staffel 2 in das Spiel geht ist Union Oberschöneweide. Der Gastgeber und die 90er kämpfen nicht nur um den Staffelsieg, sondern es geht für beide Teams gleichzeitig um eine gute Ausgangsposition für die Meisterrunde.

Im letzten Jahr konnte das 90er Sextett den Zusatzpunkt erkämpfen und auch sonst sieht die Bilanz sehr gut aus: Drei Mal ging man zwar leer aus, dem stehen aber vier Punktgewinne und drei Auswärtssiege gegenüber. Insgesamt konnten die Rhinstädter 13 Punkte aus zehn Partien bei den Berlinern holen. Doch durch die Verstärkungen – Markus Ringgenberg (SV 90) und Pascal Lötzsch (Sparta Berlin) kamen im Sommer – ist man gerade zu Hause wesentlich schwerer in Bedrängnis zu bringen.

Am nächsten Tag geht es dann in die Köpenicker Landstraße zur Willi-Sänger-Sportanlage. Gegner ist ab 10 Uhr der die SpG NKC/ Iduna Berlin, die sich in der neuen Saison mit Nationalspieler Mathias Mohr (Spandau) verstärkte. Der Liganeuling hat beste Aussichten nach der Vorrunde den begehrten vierten Platz zu belegen. Dafür darf man sich zu Hause aber gegen die 90er und am letzten Doppelspieltag beim Hauptstadt-Derby gegen Union keine Punktverluste auf der Heimbahn leisten. Verzichten muss man dabei auf Stammkraft Thomas Pietsch (Mittelfußbruch). Auch bei der Sonntagspartie peilen die Rhinstädter natürlich den Zusatzpunkt an.

Mit von der Partie wird „Lokalmatador“ Benjamin Münchow (179 Bundesligaspiele) sein. Das 90er Eigengewächs, welches zwischen den beiden Kegelbahnen wohnt, verpasste aus privaten Gründen die letzten vier Spiele und geht nun erholt in das richtungsweisende Wochenende. Auch Dietmar Stoof, hinter dessen Einsatz noch ein Fragezeichen stand, gab am Dienstag grünes Licht. Er ist mit 452 Einsätzen der erfahrenste Akteur bei den Ruppinern und erlebt gerade seinen zweiten Frühling. Kapitän Dirk Sperling dürfte erleichtert sein, am Wochenende endlich mal wieder aus dem Vollen schöpfen zu können.

 

Die zweite Mannschaft des SV 90 Fehrbellin kann nach vier Partien in der Fremde endlich wieder auf der Heimbahn um die Punkte kämpfen. An diesem Wochenende kann man einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Am Samstag ab 13 Uhr gibt erstmals Liganeuling SpG NKC/ Iduna Berlin II seine Visitenkarte in der Rhinstadt ab. Zeitgleich findet auf der Bahnanlage am Rheinsberger Tor das Spitzenspiel der Staffel 2 statt. Der BBC 91 Neuruppin empfängt den Tabellenführer, die Spielgemeinschaft Spandau. Natürlich wollen die Fontanestädter mit einem Dreier die weiße Weste auf der Heimbahn behalten.

Am Sonntag ab 10 Uhr haben dann die Rhinstädter den Tabellenführer zu Gast. Sollten die 90er an ihre Trainingsergebnisse anknüpfen können, dann sollte auch etwas Zählbares gegen die Spandauer möglich sein. Der BBC 91 Neuruppin spielt dann gegen den Neuling NKC/ Iduna Berlin II.

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Der Doppelspieltag nahm für die beiden Bundesligateams des SV 90 Fehrbellin die erwarteten Ausgänge. Das Erstligateam konnte zu Hause alle Spielpunkte gewinnen und ist aus der Meisterrunde kaum noch zu verdrängen. Am nächsten Spieltag geht es dann zweimal in Bundeshauptstadt. Gegner wird dann Neuling NKC/ Iduna sowie einer der Titelanwärter Union sein.

Für das Zweitligateam gab es beim Staffelersten Spandau sowie im Kreisderby bei den Fontanestädtern nichts zu holen. Die Punkte müssen nun am nächsten Spieltag in der Rhinstadt erkämpft werden, um einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt zu machen. Gegner werden der Liganeuling NKC/ Iduna II sowie Tabellenführer Spandau sein.

 

SV 90 Fehrbellin - Hertha BSC Berlin 3:0 (5346:5163 Holz, 55:23 EWP)

Gleich in Runde eins zeigte das 90er Sextett wer Herr im Hause ist. Dirk Sperling, der sein insgesamt 300. Bundesligaspiel bestritt, gelang mit 914 Holz wieder einmal der Tageshöchstwert und Partner Alexander Wolski kam auf 882 Holz. Damit hatte man 84 Holz mehr als die Herthaner Gerhard Omak (867) und Patrick Schneider (845).

Im Mittelblock spielten dann Daniel Neumann/ Dietmar Stoof für die Gastgeber. Dietmar Stoof spielte mit 892 Holz Durchgangsbestwert. Daniel Neumann blieb - sichtlich unzufrieden - bei 871 Holz stehen. Da sich der Berliner Timo Koch mit 885 Holz (Mannschaftsbestwert) mit drei Holz vor Alexander Wolskis Ergebnis schob, hofften die Herthaner noch auf den Zusatzpunkt. Patrick Süßmilch kam hingegen gar nicht zurecht und musste sich mit mageren 841 Holz zufriedengeben.

In der Schlussachse spielten wieder Jonathan Jaeger und Sebastian Krause für das 90er Team. Beide zeigten sehr gute Leistungen und kämpften verbissen um den Durchgangsbestwert. Mit 894 Holz lag am Ende Jonathan Jaeger ein Holz vor Sebastian Krause. Gleichzeitig Rang zwei und drei der Einzelergebnisse. Die 864 und 861 Holz von Norbert Gattner und dem Ex-90er Nico Witter hatten nur Wert für die Statistik.

 

SV 90 Fehrbellin - SV Blau-Weiß 76 Stavenhagen 3:0 (5333:5140 Holz, 54:24 EWP)

Am Sonntag mussten die 90er gegen Stavenhagen ran. Dirk Sperling knackte mit 907 Holz souverän die 900-Holz-Marke. Alexander Wolski fand zu keiner Zeit richtig in den Rhythmus und beendete das Spiel mit 864 Holz. Besser machte es der Stavenhagener Klaus Wermann der im Schlussspurt noch zwei Holz mehr fallen ließ. Sein Mitspieler Dirk Strese hatte 837 Holz in der Wertung.

Die Mittelachse, bestehend aus Daniel Neumann und Dietmar Stoof, lag am Ende vor den Konkurrenten aus der Reuterstadt. Dietmar Stoof (889) wurde wieder Durchgangsbester. Daniel Neumann folgte mit elf Holz weniger. Das blau-weiße Duo Sven Wiesener und Torsten Schwarz hatte 855 beziehungsweise 845 Holz auf dem Wettkampfzettel.

Im Schlussdurchgang zeigte Jonathan Jaeger erneut, dass er sich auf dieser Position sehr wohl fühlt. Mit 896 Holz konnte er sich zum Vortag noch einmal steigern.  Sebastian Krause legte noch eine Schippe mehr drauf und kam mit 899 Holz auf das zweitbeste Tagesergebnis. Ihre Gegner Andreas Huth und Steffen Ast hielten mit 857 und dem Mannschaftsbestwert von 880 Holz aber gut dagegen.  Lohn waren immerhin 24 Punkte in der Einzelwertung, was die Gäste angesichts der Vorjahresergebnisse einigermaßen zufrieden stimmte.

 

SG Spandau – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5858:5650 Holz, 56:22 EWP)

Fehrbellin II musste beim Staffelersten antreten. Obwohl die 90er Startachse Günther Speer und Ralf Friedrich mit 935 und 924 Holz sehr hohe Holzzahlen erkämpften, konnte man die Startachse der Randberliner nicht halten. Mit 994 Holz bei 120 Würfen blieb Sebastian Kurzer nur sechs Holz unter der Tausendermarke. Partner Sascha Wichmann hatte 972 Holz im Wettkampfprotokoll zu stehen. Somit lagen beide Teams 107 Holz auseinander.

In Runde zwei lieferten sich 90er Marco Koch und der Spandauer Thorsten Krohn ein Duell auf Augenhöhe. Am Ende hatte der Fehrbelliner mit 967 Holz ein Holz mehr als sein Gegner. Es sollte der einzige Lichtblick für die „Zweite“ sein. Das andere Duell ging dann klar an die Heimmannschaft. Daniel Steinke kam auf 975 Holz, Fehrbellins Bernd Graf auf 903 Hölzer.

Auch in der letzten Runde hatte der Tabellenführer wieder um ein paar Hölzer die Nase vorne und sorgte dafür, dass der Dreier souverän in der Bundeshauptstadt blieb. Die Spandauer Achse Stefan Pietsch und Oliver Peitz ließ 969 und 982 Holz fallen, bei den 90ern kamen Michael Nußbaum und Norbert Krämer auf sehr respektable 957 und 964 Holz. Die Spandauer waren an diesem Tag einfach grandios aufgelegt, sodass die teilweise guten Ergebnisse der Rhinstädter nicht in zählbares umgewandelt werden konnten.

 

BBC 91 Neuruppin – SV 90 Fehrbellin II 3:0 (5493:5214 Holz, 57:21 EWP)

Die BBCer Thomas Gabrysch (907) und Nico Heinzgen (926) brachten ihr Team mit 49 Holz in Führung. Auf Seiten der Fehrbelliner spielten Günther Speer (875) und Andreas Schubert (889/ Mannschafstbestwert) an. Auch im Mittelblock mussten die Gäste die Überlegenheit des BBC 91 anerkennen. Axel Fischer und Thomas Protz erspielten mit 938 und 928 Holz neue Höchstwerte. Ralf Friedrich und Bernd Graf kamen auf 866 und 838 Holz.

Somit war der letzte Durchgang eigentlich nur noch Formsache. Ziel der beiden Kreisstädter Axel Wolter und Jens Zilm war es, sich ebenfalls vor die Gastergebnissen zu setzen. Michael Nußbaum und Norbert Krämer wollten dies natürlich verhindern – allerdings ohne Erfolg. Norbert Krämer und Michael Nußbaum ließen 860 und 886 Holz fallen. Axel Wolter und Jens Zilm kamen auf 894 und 900 Holz. Es war also wie gewohnt nichts beim Kreiskonkurrenten zu holen. Zu unterschiedlich sind die Eigenschaften der beiden Heimbahnen und somit der Wurfanlagen.

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Donnerstag, 24 Oktober 2019 10:58

Heimserie fortsetzen, Tabellenspitze behaupten

An diesem Wochenende gehen die Herren des SV 90 Fehrbellin in der 1. Kegel-Bundesliga erstmals in dieser Saison als Tabellenführer auf die Bahnen an der Luchstraße. Gespielt wird der dritte Doppelspieltag der Vorrunde in der Staffel 2. Die 90er wollen ihre beeindruckende Heimserie von 53 Spielen ohne Punktverlust fortsetzen und damit die Tabellenführung in der Staffel 2 behalten. Im Oktober 2014 waren es die Rivalen Hannover, die letztmalig einen Zähler aus Fehrbellin entführen konnten. Doch die Serie wackelte zuletzt. Dank Jonathan Jaeger in blendender Verfassung ging jedoch alles gut.

 

SV 90 Fehrbellin - Hertha BSC Berlin (Samstag, 26.10.2019, 13:00 Uhr)

Zurzeit steht der Hauptstadtclub auf dem begehrten vierten Tabellenrang. Dieser würde noch für das Erreichen der Meisterrunde reichen, wenn man nach der Vorrunde auf die besten vier Mannschaften aus der anderen Staffel trifft. Die 90er streben natürlich einen Dreier an, hoffen aber auch, dass der Hauptstadtclub die Meisterrunde erreicht. Grund ist folgender: Bei den Herthaner gelang dem 90er Sextett vor sechs Wochen ein Dreier - zurzeit der einzige Auswärtssieg beider Staffeln überhaupt. Sollten die Berliner mit in die Meisterrunde einziehen, dann würden die 90er die drei Punkte in die Meisterrunde mitnehmen. Kommen die Herthaner in die Platzierungsrunde, dann ist der Dreier aus der Wertung.

„Wir werden nichts herschenken, allein schon aus Gründen der sportlichen Fairness. Unser Ziel muss sein, in jedem Spiel die maximale Punktzahl einzufahren. Rechenspiele können andere betreiben, wir müssen uns auf unsere Leistung konzentrieren.“, schiebt Sebastian Krause den Spekulationen um einen taktischen Punktverlust gegen die Hertha einen Riegel vor. Gleichzeitig erinnert er damit an die letzten beiden Heimauftritte, als man die Sicherheit aus den Vorjahren auf den eigenen Bahnen vermissen ließ. „Allerdings ist es auch ganz normal, dass man zu Saisonbeginn zu Hause erst einmal wieder in Tritt kommen muss. Über den Sommer ändert sich immer einiges und nicht jeder trainiert im Sommer voll. Ich glaube, am kommenden Wochenende werden wir wieder ein anderes Gesicht des SV 90 sehen.“, fügt der Europacupsieger von 2012 selbstbewusst an.

Die Gäste reisen wieder mit namhaften Spielern an. Norbert Gattner, Marc Süßmilch und Timo Koch trugen bereits das Nationaltrikot. Vor vier Wochen konnte der amtierende deutsche Juniorenmeister Timo Koch zudem beim Nationencup im dänischen Fredericia die Bronzemedaille erkämpfen. Auch Patrick Schneider zeigt sich derzeit in guter Form und Nico Witter konnte am letzten Spieltag erstmals Mannschaftsbestwert spielen, seit er vor gut einem Jahr an die Spree wechselte. Der Ex-90er hat sich allerdings mit der Anlage in Fehrbellin nie so wirklich anfreunden können. Im vergangenen Jahr gewann Fehrbellin zwar klar und auch in der Unterwertung gab es nur 24 Zähler für die Berliner. Doch Timo Koch (902) und Patrick Schneider (894) zeigten zwei der besten Leistungen aller Gastmannschaften in Fehrbellin.

Bei den beiden bisherigen Auswärtspartien konnten die Herthaner jeweils den Zusatzpunkt erkämpfen. Eine Durchschnittsleistung der 90er wird wohl diesmal nicht ausreichen, um weiterhin auf der Heimbahn die weiße Weste zu behalten. Mit Hertha BSC kommt das wohl gefährlichste Auswärtsteam der Staffel 2 in die Rhinstadt.  

 

SV 90 Fehrbellin - SV Blau-Weiß Stavenhagen (Sonntag, 27.10.2019, 10:00 Uhr)

Am Sonntag kommt der Gegner aus Mecklenburg-Vorpommern. Der SV Blau-Weiß Stavenhagen steht zurzeit auf dem sechsten Rang in der Tabelle. Auch wenn der Kader, verglichen mit anderen Erstligisten, vielleicht nicht ganz so sehr mit Topspielern bestückt ist, sollte auch dieser Gegner nicht unterschätzt werden. Mit Steffen Ast, Klaus Wermann und Sven Wiesener sind nur einige Namen genannt, die auch bei den ganz großen mitmischen können. Und das Tempo der Fehrbelliner Bahn liegt den Mecklenburgern vielleicht wie keinem zweiten Team in der Liga.

Im März gelangen den Mecklenburgern immerhin 27 EWP und damit mehr, als dem deutschen Meister aus Kiel. Auch, wenn das Spiel mit über 100 Holz an die Hausherren ging, konnten Steffen Ast (897) und Torsten Schwarz (890) mit Ergebnissen aufwarten, an die das halbe 90er Team derzeit nicht heran kommt.

 

Vor dem Spieltag gibt es noch ein paar offene Fragen beim 90er Kader. Benjamin Münchow befindet sich weiterhin im Urlaub und Kapitän Dirk Sperling kämpft immer noch mit seiner Fußverletzung. Auch bei den beiden Dienstältesten Dietmar Stoof und Daniel Neumann tritt immer wieder das eine oder andere Wehwehchen auf. Für alle drei gilt jedoch derzeit: ein Einsatz ist wohl nicht in Gefahr. Alexander Wolski will sich indessen aus dem eigenen Formtief herausarbeiten.

Doch es gibt eine weitere Unbekannte: Die eigene Bahnanlage hat durch die Heizperiode so ihre Tücken. So wird man erst bei den Trainingseinheiten am Freitagabend beziehungsweise Samstagvormittag wissen, welcher Wurf den Erfolg bringen wird.

 

Zweite Mannschaft vor schweren Auswärtsbrocken

Das zweite SV 90-Team muss, wie am letzten Doppelspieltag, in der Fremde antreten. Hatte man bereits am letzten Doppelspieltag starke Heimteams als Gegner, wird es diesmal nicht einfacher. Am Samstag (Spielbeginn 13 Uhr) reist man Richtung Spandau. Die Randberliner führen derzeit die Tabelle an. Sonntag folgt dann ab 10 Uhr das Kreisderby gegen den BBC 91 Neuruppin auf der Kegelbahn am Rheinsberger Tor.  Auch hier sind die Kreisstädter klarer Favorit.

Am Vortag muss der BBC, wie die 90er, ebenfalls Richtung Bundeshauptstadt reisen. Gegner des BBC ist Neuling NKC Berlin II. Die 90er hoffen hier auf Schrittmacherdienste des Kreisrivalen. Punktverluste des Hauptstadtclubs würden natürlich den Rhinstädtern im Kampf um den Klassenerhalt in die Karten spielen. Im 90er Aufgebot wird man an diesem Wochenende höchstwahrscheinlich aus privaten Gründen auf Marco Koch und Günther Speer verzichten müssen.

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